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Bäume sollen für neues Beetzendorfer Baugebiet weichen

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Von: Christian Reuter

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Bäume
Hinter dem Beetzendorfer Friedhof steht eine Reihe von Bäumen, die gefällt werden soll, weil sie auf einem ursprünglichen Wegegrundstück stehen. Der offizielle Weg soll als Zufahrt für das neue Baugebiet „Im Binnen“ ausgebaut werden. Das Fällen der Bäume hat der Bauausschuss nach einer Vor-Ort-Besichtigung empfohlen. © Christian Reuter

Für das neue Beetzendorfer Baugebiet „Im Binnen“ soll eine Reihe von Bäumen gefällt werden, empfiehlt der Bauausschuss der Gemeinde. Grund: Die Bäume stehen auf dem ursprünglichen Wegegrundstück, und dort soll die Zufahrt für das künftige Baugebiet angelegt werden.

Beetzendorf. Die Mitglieder des Beetzendorfer Bau-, Ordnungs- und Umweltausschusses hatten sich vor ihrer jüngsten Sitzung am Donnerstag, 24. März, zu einer Vor-Ort-Besichtigung getroffen. Sie schauten sich die Bäume an, die am Rande des Lagerplatzes hinter dem Friedhof wachsen.

„Der Bauausschuss wird die Empfehlung geben, die Bäume zu entnehmen, damit der Weg so bleiben kann“, sagte der Ausschussvorsitzende Jürgen Friedrichs auf AZ-Nachfrage. Von den fünf Ausschussmitgliedern habe nur Mario Rosenbaum gegen das Fällen der Gehölze gestimmt, alle anderen seien dafür gewesen.

Bei den Bäumen handelt es sich laut Friedrichs um sechs bis sieben Linden und einige Blaufichten, die nicht zu den besonders wertvollen Bäumen gehören würden. Und die Linden haben sich nach Aussage des Försters offenbar vor etlichen Jahren selbst ausgesamt und könnten deshalb aufgrund ihrer Wuchsform möglicherweise auseinanderbrechen. „Für die gefällten Bäume wird es auch Ausgleichsmaßnahmen geben“, also Ersatzpflanzungen, kündigte Friedrichs an. Hintergrund: Im Gemeinderat waren zwei Varianten für die Zufahrtsstraße zum neuen Baugebiet vorgestellt worden.

Sie könnte entlang des jetzigen Weges gebaut werden. Dann müsste dieser allerdings neu vermessen werden, hatte Bauamtsmitarbeiterin Birgit Izykowski erklärt. Was nicht gerade billig wäre. Rund 10.000 Euro könnte das kosten.

Die andere Variante, die nun wohl auch angestrebt wird: Die Zufahrt führt über das offizielle Wegegrundstück, das derzeit zugewachsen ist. Und auf dem noch die Bäume stehen. „Dann müssten die Bäume entnommen werden und dafür Ersatzpflanzungen erfolgen“, hatte Planer Olaf König im Gemeinderat erläutert.

Apropos Gemeinderat. Dieser hat nun auf der nächsten Sitzung am 21. April das letzte Wort, wenn über den fertigen Bebauungsplan, in dem die Baumfällungen eingearbeitet sind, abgestimmt wird.

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