Es geht um den Standort

Ausstellung zur Atommüllendlagersuche im Ökodorf Sieben Linden zu sehen

Ausstellung
+
Vom 1. bis 8. Oktober ist die Ausstellung suche:x zur Endlagersuche in Deutschland im Ökodorf „Sieben Linden“ bei Poppau zu sehen.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
    schließen

Die Ausstellung „suche:x“ zur Suche nach einem Endlager für Atommüll wird am Freitag, 1. Oktober, im Ökodorf Sieben Linden bei Poppau vom Präsidenten des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), Wolfram König, und dem Landrat des Altmarkkreises Salzwedel, Michael Ziche, eröffnet.

Die Ausstellung, die zuvor im Landtag Sachsen-Anhalt gezeigt wurde, ist im Ökodorf bis Freitag, 8. Oktober, täglich von 9 bis 16 Uhr zu sehen. Sie bietet einen schnellen Überblick zu wesentlichen Aspekten der deutschen Endlagersuche, heißt es in einer Pressemitteilung des BASE.

Die Ausstellung macht auf eine Initiative der Bürgerinitiative „Gesunde Region Beetzendorf“ im Ökodorf „Sieben Linden“ halt. Anlässlich der Ausstellungseröffnung am Freitag ab 11 Uhr wird BASE-Präsident Wolfram König das Verfahren der Endlagersuche erklären. Er wird auch über die Rolle des BASE informieren. Das Bundesamt ist zum einen Kontroll- und Aufsichtsbehörde bei der Suche nach einem Endlager. Es begleitet den Suchprozess aus wissenschaftlicher Sicht und überwacht, dass die Suche so abläuft, wie sie im Gesetz – dem Standortauswahlgesetz – festgelegt ist. Zum anderen beteiligt das BASE die Öffentlichkeit an der Endlagersuche.

Dr. Christel Rosenbaum aus Beetzendorf, die die Ausstellung ins Ökodorf geholt hat, berichtete im jüngsten Sozialausschuss, dass sie bereits einige Anmeldungen für „suche:x“ erhalten habe. Sie nannte die Urania Salzwedel und die Verwaltung der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf. „Auch eine Salzwedeler Schule wollte mit 80 Schülern kommen. Das geht leider nicht, das sind zu viele“, erklärte Rosenbaum.

Sie begrüßte es, dass der BASE-Präsident die Eröffnung der Ausstellung vornehmen werde, „das sollten wir schätzen“.

Die Ausstellung vermittelt einen schnellen Überblick über die Endlagersuche und das Standortauswahlverfahren, informiert das Ökodorf als Veranstalter auf seiner Homepage. Enthalten sind auch eine kleine Einführung in das Thema Radioaktivität und Zwischenlagerung sowie eine Erläuterung zu möglichen Wirtsgesteinen für ein Endlager. Außerdem werden unterschiedliche Entsorgungsoptionen diskutiert - und Gründe geliefert, warum man den Müll nicht einfach auf den Mond schießen kann.

Die Suche nach einer Endlagerung für hoch radioaktive Abfälle sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe - mündige Bürger sollten sich informieren und die Entscheidung beeinflussen.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen. Um Beachtung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln wird gebeten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare