Zweckverband Breitband muss Bedarf neu ermitteln

Ausbau erst September 2018

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Andreas Kluge erklärt den Ausbau-Cluster. 

rl Beetzendorf. Nach dem Hin und Her über die Fördermittel für den Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) wollte Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe endlich mal Klarheit über den Stand in Sachen Breitbandausbau in der Altmark haben.

Dazu lud er den Geschäftsführer des ZBA, Andreas Kluge, zur Gemeinderatssitzung ein.

Kluge, der seit dem 1. März 2017 die Fäden beim ZBA in den Händen hält, sprach dann auch Tacheles, beschönigte nichts und stellte die aktuellen Planungen vor. Er machte deutlich, dass der Zweckverband von Haselhorst bis Gardelegen schnelles Internet in die Erde legen möchte und das möglichst parallel. „Wir brauchen aber die Aussage, wo Bedarf ist“, sagte er.

Kluge kündigte seitens des Verbandes eine eigene Akquise an, um dort zu handeln, wo genügend Anschlüsse gebraucht werden. Auf Nachfrage bestätigte er, dass der Verband dort nicht bauen dürfe, wo nicht genug Anschlussteilnehmer zustande kommen.

Der Geschäftsführer machte weiter deutlich, dass die eigentlichen Verträge über einen Anschluss dann mit dem zuständigen Internetanbieter abgeschlossen werden müssen. Wer bereits einen Vorvertrag hat, der müsse prüfen, ob dieser noch gültig sei.

Kluge informierte zum Erstaunen vieler, dass vor September 2018 keine Baumaßnahmen erfolgen werden. „Das hängt mit den komplizierten und langwierigen europäischen Ausschreibungs- und Vergabeverfahren zusammen“, sagte er. Das vom Verband erstellte Netz wird vermietet und aus den Einnahmen werden die Investitionen refinanziert. „Wenn alles gut geht, gehört uns das Netz nach 25 Jahren“, so Kluge.

Aus Effektivitätsgründen wurden die Ausbau-Cluster in der Altmark von ehemals acht auf drei zusammengelegt. Anders als andere Anbieter werden privaten Nutzern mindestens 150 MBit garantiert. Gewerbekunden dürfen sich über mindestens 500 MBit freuen. „Das ist ein entscheidender Vorteil von uns, auch für die Zukunft“, ist sich Kluge sicher. Denn schon heute ziehen viele junge Menschen und auch Firmen nur dort hin, wo es auch schnelles Internet gibt. Für die Altmark wäre so ein schnelles Internet dann ein Standortvorteil.

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