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Aus gefällter Dorfeiche in Stöckheim soll ein Kunstwerk entstehen

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Von: Kai Zuber

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Der Kettensägenkünstler Fred Heidenreich aus Mellin berät demnächst mit der Kommune über die Realisierung des Projektes. © Kai Zuber

Wacht demnächst ein Goliath aus Holz mitten auf der Dorfkreuzung im Rohrberger Ortsteil Stöckheim? Aus der jüngst durch eine Fachfirma gefällten Dorfeiche in Stöckheim könnte ein Kunstwerk entstehen, hieß es während der jüngsten Sitzung des Rohrberger Gemeinderates.

Stöckheim. Denn: Bei der Fällung der rund 150-jährigen maroden Eiche blieb bekanntlich nur ein kleiner Holzstumpf als Rest stehen. Daraus könnte nun der in Mellin ansässige Kettensägenkünstler Fred Heidenreich nach der bekannten Sage des Stöckheimer Hünengrabes eine Goliath-Figur schnitzen.

„Wir werden Details demnächst mit dem Künstler besprechen und zu diesem Zwecke einen Termin vereinbaren“, sagte Rohrbergs Bürgermeister Bernd Schulz. Im Vorfeld hatten bereits Bürger aus Stöckheim die Idee mit dem Goliath vorgeschlagen (wir berichteten).

Wie Bernd Schulz weiter ausführte, verlangt das Baumamt für die Skulptur aus Holz auf der Stöckheimer Kreuzung einen Standfestigkeitsnachweis. Dies habe auch versicherungstechnische Gründe, hieß es. Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, sind 2.500 Euro im Haushalt der Kommune reserviert. Hintergrund des Projektes: Um das Großsteingrab Stöckheim ranken sich einige volkstümliche Sagen.

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Aus dem Holz der inzwischen gefällten Dorfeiche in Stöckheim soll ein Kunstwerk entstehen. 2.500 Euro sind dafür samt Standfestigkeitsprüfung im Haushalt eingeplant. © Kai Zuber

Eine sieht es als Grab des biblischen Riesen Goliath an. Dieser habe es im heiligen Land nicht mehr ausgehalten, da er dort aufgrund seiner Niederlage gegen den Hirtenjungen David verspottet wurde.

Er beschloss, sich eine neue Ruhestätte zu suchen und fand den geeigneten Platz in Stöckheim. Dort stellte er zunächst einige Steine auf und kehrte dann noch einmal um, um seinen goldenen Sarg und seinen Grabstein zu holen.

Den Sarg nahm er unter den Arm, und den Grabstein band er sich mit einer goldenen Kette auf den Rücken. Diese scheuerte aber beim Laufen und bildete somit die markante Rinne auf dem nördlichen Deckstein.

Auch für die Schälchen findet die Sage eine Erklärung: Diese entstünden, da Goliath in jeder Neujahrsnacht aus seinem Grab steige und drei Löcher in den Stein schabe, die so groß seien wie die Wunde, die Davids Steinschleuder ihm einst geschlagen habe. Eine andere Sage berichtet von unterirdischen Wesen, die sich häufig in der Grabkammer aufhalten und Kinder entführen.

Die Sage erzählt von einem Verwalter des Rittergutes von Ahlum, der auf diese Dinge nichts gab und seine Tochter nicht zur Vorsicht ermahnte. Die gut aussehende und gesunde Tochter wurde daraufhin von den Unterirdischen gegen ein hässliches, geisteskrankes Mädchen vertauscht, welches bereits mit 18 Jahren starb.

Die Unterirdischen sollen die Grabkammer aber auch häufiger verlassen, um bei der Ahlumer Mühle auf dem sogenannten Mühlenstein kegeln zu gehen.

Dieser Stein wurde aber bereits im Jahr 1901 entfernt und als Baumaterial verwendet.

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