Salzwedeler Pestalozzi-Schüler besuchen mit Revierleiter Ralf Knapp den Ferchauer Forst

Ein Auge für Besonderheiten des Waldes

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Der eigentliche Star bei der Waldexkursion ist unumstößlich Gordi. Der Rüde tobt und spielt mit den Kindern der Salzwedeler Pestalozzi-Schule über Stock und Stein.

Ferchau / Kuhfelde. Aufgeregt strömen die 19 Jungen und Mädchen an der Bushaltestelle an der Kuhfelder Grundschule aus dem Bus. Schon allein die Fahrt aus Salzwedel ist ein Abenteuer für die Schüler.

An der Bushaltestelle wartet Ralf Knapp, Revierleiter des Forstes Ferchau. Im Gänsemarsch geht es direkt durchs Gestrüpp in den dahinterliegenden Wald.

Immer wieder lenkt Revierleiter Ralf Knapp den Blick der Schüler auf Kleinigkeiten. Wie hier auf einen Gallapfel.

Beim Waldtag der Salzwedeler Pestalozzi-Schüler sollen die Jungen und Mädchen die umliegende Natur hautnah kennenlernen. Und schon nach wenigen Metern merken die ein oder anderen, warum sich bei diesem Wetter Gummistiefel in der freien Natur durchaus lohnen. Das eigentliche Ziel soll aber der perfekte Weihnachtsbaum für den schuleigenen Weihnachtsmarkt sein, der für kommende Woche, Dienstag, 28. November, geplant ist. „Da werden wir gemeinsam mit den Kindern den Baum schmücken und zusammen weihnachtliche Dekorationen basteln. Die Eltern und einige ausgewählte Gäste kommen auch dazu“, berichtet Schulsozialarbeiterin Anne-Marie Schulze.

Bevor es aber so weit ist, versammeln sich die Jugendlichen, die in der Salzwedeler Förderschule die vierte, sechste und siebte Klasse besuchen, um das Auto von Ralf Knapp. Und schnell wird klar, wer der eigentliche Star der Wald-Exkursion ist: Gordi. Der ungestüme Rüde saust, braust und flitzt durch die Schülergruppe, dass einem ganz schwindlig beim Anblick wird. Immer wieder werfen die Kinder den Ball, der anschließend mit großer Begeisterung von Gordi aufgespürt wird.

„Welche Tiere des Waldes kennt ihr denn?“, will Ralf Knapp von den 19 Schülern und vier Lehrern wissen. Schnell kommt eine beachtliche Liste zusammen: Wildschwein, Reh, Damhirsch, Dachs, Fuchs und auch der Wolf fehlt nicht. Bei einigen Arten erklärt Ralf Knapp auch die Bedeutung der Tiere für die Wälder. Immer wieder weist der Revierleiter die Jungen und Mädchen auf Besonderheiten hin. „Worauf ihr achten müsst, sind Nester vom Eichenprozessionsspinner. Vor dem Wolf hingegen müsst ihr keine Angst haben“, erklärt Knapp.

Am Ende ist dann der schönste Weihnachtsbaum gefunden, mit einigen Schlägen gekappt und wartet nun darauf, von den Kindern festlich geschmückt zu werden.

Von Katja Lüdemann

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