„Wir brauchen Rechtssicherheit“

Audorf: Gemeinden wollen das Rasen auf ländlichem Weg unterbinden

Weg in Audorf.
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Auf dem Weg von Siedenlangenbeck nach Audorf sind nur 30 km/h erlaubt, aber viele Kraftfahrer halten sich nicht daran und rasen über den Beton. Die Gemeinden Kuhfelde und Beetzendorf arbeiten an einer Lösung.
  • Christian Reuter
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Für den ländlichen Weg von Audorf nach Siedenlangenbeck, der oft von Rasern befahren wird, suchen die beiden zuständigen Gemeinden Beetzendorf und Kuhfelde weiterhin nach einer Lösung.

Beetzendorf – „Wir sind da auf einem guten Weg“, sagte Beetzendorfs Bürgermeister Lothar Köppe während der jüngsten Ratssitzung. Er berichtete von einem Schreiben des Umweltamtes des Altmarkkreises Salzwedel, in dem die Gemeinde aufgefordert werde, den ländlichen Weg auf ihrem Abschnitt von Audorf bis zur Hartau-Brücke zu sperren. „Nur den halben Weg sperren wollen wir aber nicht. Deshalb sind wir der Aufforderung bisher auch nicht nachgekommen“, erklärte der Bürgermeister.

Er habe allerdings schon Gespräche mit dem Kuhfelder Bürgermeister und mit dem Umweltamt geführt. Die Sache sei am Laufen und auf einem guten Weg. „Aber wir brauchen Rechtssicherheit“, betonte Lothar Köppe. Und fügte noch hinzu, dass persönliche Befindlichkeiten bei der Suche nach einer Lösung außen vor gelassen werden sollten.

Der ländliche Weg von Audorf nach Siedenlangenbeck ist nur für Fahrzeuge mit einem Gewicht von maximal 7,5 Tonnen zugelassen (außer land- und forstwirtschaftlicher Verkehr). Zudem ist die zulässige Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. Doch daran scheinen sich viele Kraftfahrer nicht zu halten. Deshalb hatten Bürger aus Audorf gefordert, dass der ländliche Weg für den Durchgangsverkehr gesperrt wird (AZ berichtete). Schließlich sei der Ausbau des Weges damals nur unter der Voraussetzung erfolgt, dass der Verkehr für den Durchgangsverkehr gesperrt bleibt, hieß es aus den Reihen der Einwohner. Viele Autofahrer würden den Weg als Abkürzung nach Beetzendorf nutzen, aber sich nicht an das Tempolimit halten, sondern über die Betonplatten rasen.

In der Bauausschusssitzung im Mai hatte Lothar Köppe Aufpflasterungen an Stellen, wo man nicht ausweichen könne, vorgeschlagen. Michael Olms, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf hatte ihm Recht gegeben und sich ebenfalls für Schikanen auf dem ländlichen Weg ausgesprochen.

Es müssten technische Möglichkeiten gefunden werden, die Gemeinde Beetzendorf sollte das mit dem Bauamt prüfen, hatte der VG-Bürgermeister erklärt.

In der Bauausschusssitzung hatte Lothar Köppe auch Versäumnisse eingeräumt, sowohl von der Gemeinde als auch von der unteren Naturschutzbehörde. Inzwischen sei die Beschilderung der Strecke auf durchweg Tempo 30 vereinheitlicht worden. Was die Raser allerdings bisher noch nicht vom Rasen abgehalten hat.

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