Salzstock in 3000 Metern Tiefe gilt weiterhin als „heißer Endlager-Kandidat“ / Bürger haben Angst vor dem Atommüll

Atommüll: Waddekath bleibt wachsam

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Als „heißer Kandidat“ für ein Atommüll-Endlager wird ein alter Salzstock bei Waddekath gehandelt.

zu Waddekath / Diesdorf. Nach der Forderung zur Kehrtwende in der deutschen Atommüll-Politik werden im Diesdorfer Ortsteil Waddekath erneut Befürchtungen laut. Hintergrund sind die verstärkten Aktivitäten der deutschen „Endlager-Suchkommission“.

Die niedersächsische Landesregierung hatte sich aus geologischen Gründen gegen ein Atommüll-Endlager in Gorleben ausgesprochen. Auch Experten halten Gorleben in Zukunft für untragbar. Die Suche nach einem neuen geeigneten Endlager geht also weiter.

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Als „heißer Kandidat“ für ein solches Endlager wird ein alter Salzstock bei Waddekath gehandelt. Er befindet sich in etwa 3000 Metern Tiefe unter der Erde. „Bislang hat sich nichts Neues ergeben“, sagte der Waddekather Sebastian Adam der AZ auf Anfrage. Hintergrund: Viele Bürger haben Angst vor dem Atommüll. Im Vorfeld hatte bereits Uwe Körner nahe des Diesdorfer Ortsteils „merkwürdige und umfangreiche Vermessungen“ beobachtet. Viele Waddekather kennen das alte Problem. Die Vermessungstrupps an der Straße nach Haselhorst, um Waddekath und am Forst Vier erregten bereits vor zwei Jahren die Aufmerksamkeit der Bürger.

Der Standort Waddekath gilt als nahezu ideal für das Endlager-Vorhaben: Die Bevölkerungsdichte in der Region ist gering. Große Flächen seien außerdem in Bundesbesitz, wissen die Waddekather Landwirte. Aus ihrer Sicht müssen auch die Bürger aus Diesdorf, Rade und Wittingen bereits jetzt besonders für dieses Thema sensibilisiert werden.

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