8. Apenburger Schweine-Nacht-Schießen: 143 Teilnehmer aus 27 Orten beschossen 5 000 Scheiben

Arno Fehse gewann das Spanferkel

Für Sieger Arno Fehse gab es ein symbolisches Glücksschwein. Die beiden Zweit- und Drittplatzierten Hermann Cors (l.) und Thomas Meerbote durften sich als Erste am Preistisch bedienen.

Apenburg. Arno Fehse aus Winterfeld ist der Sieger des achten Schweine-Nacht-Schießens der Schützengilde 1825 Groß Apenburg. Mit seinen beiden besten Teilern (15,1 und 77,1) sicherte er sich den Hauptpreis – ein ganzes Spanferkel.

Was der 56-Jährige mit dem Schwein machen wird, wusste er bereits während der Auswertungsveranstaltung am Sonnabend im Lindenhof. „Zunächst bleibt es im Stall. Falls ich im nächsten Jahr Schützenkönig werde, wird es geschlachtet“, so der Winterfelder, der in den beiden Schützenvereinen Liesten und Hubertus Stendal Mitglied ist.

Arno Fehse ist der beste Beweis dafür, dass bei dem Wettbewerb, der sich über sieben Abende hinzog, neben dem Quäntchen Glück auch Können und Erfahrung gefragt waren. So ist der 56-Jährige, der seit 1967 mit dem Sportgewehr vertraut ist, zehnfacher DDR-Meister im Sommerbiathlon. Für diese Sportart, die er von 1972 bis 1986 ausübte, trat er fünf Jahre für die DDR-Nationalmannschaft an. Auch international hatte Arno Fehse Erfolge gefeiert. Beim Internationalen Komplexwettkampf der sozialistischen Länder langte es für drei Siege, zwei Vize-Titel und einen dritten Platz.

Über den zweiten Platz konnte sich Hermann Cors von den Sportschützen der Schützengesellschaft der Stadt Wittingen freuen. Der 52-Jährige konnte sich zudem den Burgpokal, für den die Teiler einer 10er-Serie addiert wurden, sichern. Da ihm das bereits zum zweiten Mal infolge gelang, gab es obendrein noch einen Ablösepokal dazu.

Am Ende des Abend konnten alle der 143 Teilnehmer, die aus 27 Orten kamen, Fleischpreise mit nach Hause nehmen. Fünf Schweine wurden hierfür geschlachtet. Für den letzten Platz lagen immerhin noch Schweinepfötchen und Schnaps bereit. Für die Tagesbesten, die Schützen von so genannten Schnapsteilern sowie die fleißigen Helfer und Unterstützer gab es zudem Sektflaschen.

Beim achten Schweine-Nacht-Schießen ging es in den zurückliegenden Wochen wieder hoch her. Etwa 5 000 Scheiben, so blickte Gildemeister Dieter Mitschka am Sonnabend zurück, wurden von den Teilnehmern beschossen. Diese kamen nicht nur aus der Altmark, sondern auch aus Wittingen, Wolfsburg und Magdeburg. Mehrfach hatte es einen Wechsel an der Spitze der Wertung gegeben, in die die Summe der beiden besten Teiler einfloss. Der erste große Paukenschlag gelang mit einem Traumteiler von 4,9 gleich am ersten Abend Heinz-Dieter Riemland vom Schützenverein Steinitz. Da sein zweitbester Teiler bei 341,2 lag, reichte es letztlich allerdings nur für den 18. Platz.

Bis zum Schluss des Wettkampfes war es spannend geblieben. „Am letzten Schießtag wurde das Klassement noch einmal grundlegend durcheinander gewürfelt“, blickte Dieter Mitschka zurück, der auch die „sehr gute Disziplin“ der Teilnehmer zu würdigen wusste.

Von Matthias Mittank

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