Machbarkeitsstudie zum Apenburger Waldbad vorgestellt

Die alten Bungalows sollen weg

Bungalows im Waldbad Apenburg
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Auf dem Gelände des Apenburger Waldbades stehen mehrere marode Bungalows, deren Tage gezählt zu sein scheinen. Denn nach dem Ergebnis einer Machbarkeitsstudie sollen die Gebäude abgerissen werden.
  • Christian Reuter
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Das Apenburger Waldbad kann erhalten werden, aber nur, wenn es gelingt, die beliebte Freizeiteinrichtung bis 2025 mithilfe von Fördermitteln zu sanieren. Dies ist das Ergebnis der Machbarkeitsstudie, die während der jüngsten Sitzung des Apenburg-Winterfelder Gemeinderates vorgestellt wurde.

Die Planerin Christa Ringkamp und ihr Team hatten in den vergangenen Monaten im Auftrag der Gemeinde eine Machbarkeitsstudie für den Flecken Apenburg-Winterfeld als kulturelles Zentrum erstellt, mit dem Waldbad als Schwerpunkt. Beim Waldbad gehe es um die Frage: Schließung oder Modernisierung?, erklärte Ringkamp.

Es liege ein Sanierungskonzept aus dem Jahr 2016 vor, das einen Millionenbetrag ausweise. Das sei für die Gemeinde aber nicht finanzierbar. „Einige Gebäude werden nicht mehr genutzt und sind stark sanierungsbedürftig. Und auch die Außenanlagen sind nicht mehr attraktiv. Aus unternehmerischer Sicht ist der Betrieb des Bades unrentabel“, verdeutlichte die Planerin. Zumal die Unterhaltung des Waldbades jährlich bis zu 20.000 Euro koste und die Besucherzahlen sinken würden.

Was soll also passieren? „Es soll nicht so bleiben, wie es ist. Eine große Maßnahme sollte mithilfe von Fördermitteln durchgeführt werden, bei der die Schwimmbecken saniert werden“, erklärte Ringkamp. Nicht mehr genutzte Gebäude sollten abgerissen werden. Dazu zählen die Bungalows, das Kassenhäuschen, die ehemalige Kegelbahn, die überdachte Konzertbühne und der Sanitärtrakt. Nur das ehemalige Schwimmmeisterhaus und der Umkleidetrakt sollen stehen bleiben.

„Für Kasse, Kiosk und Sanitäranlagen können Container angemietet werden“, schlug Ringkamp vor. Die Außenanlagen sollten neu gestaltet werden, und zwar attraktiv, nachhaltig und modern. Camping- und Zeltplatz sollten ausgebaut werden.

Ein gastronomisches Angebot könnte durch mobile Imbiss- und Eis-Stände geschaffen, die bestehende Minigolfanlage durch einen Fitnessparcours aufgewertet werden. Auch ein Grillplatz sei möglich, so die Planerin.

Für die Vorbereitung der Waldbad-Sanierung müssten vier bis fünf Jahre eingeplant werden. Bis 2025 solle das Bad noch am Leben erhalten und versucht werden, es attraktiver zu gestalten. „Wenn es bis zum Jahr 2025 nicht gelingt, Fördermittel zu beschaffen, wird das Waldbad zugemacht“, betonte Christa Ringkamp gegenüber den Ratsmitgliedern.

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