„Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“

Apenburg-Winterfeld tritt vorerst nicht Tourismusverband bei

Der Altmarkrundkurs zieht viele Radtouristen an. Geplant sei eine flächendeckende Beschilderung der Radwege in der westlichen Altmark, wofür 500.000 Euro zur Verfügung stünden, sagte Landrat Michael Ziche in Apenburg.
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Der Altmarkrundkurs zieht viele Radtouristen an. Geplant sei eine flächendeckende Beschilderung der Radwege in der westlichen Altmark, wofür 500.000 Euro zur Verfügung stünden, sagte Landrat Michael Ziche in Apenburg.

Apenburg – Der kommunale Zweckverband „Altmärkischer Regionalmarketing- und Tourismusverband“ besteht seit dem 1. Januar 2019. Die Gemeinden Dähre und Diesdorf sind bereits Mitglied in diesem Zweckverband.

Der Beitritt des Fleckens Apenburg-Winterfeld sollte während der jüngsten Ratssitzung beschlossen werden, wurde aber erst einmal vertagt. Vor der Abstimmung hatte Landrat Michael Ziche für den Beitritt zum neuen Verband geworben.

Bisher arbeite für den Zweckverband nur eine hauptamtliche Mitarbeiterin. „Wir sind dabei, das weitere Personal zu akquirieren, also Geschäftsführer/-in und weitere Mitarbeiter.“ Was den Tourismus angeht, sei die Altmark „eine sehr dynamische Region“. Außer 2002 und 2016 habe es bei der Zahl der Touristen immer Zuwächse gegeben, erklärte Ziche.

Im Jahr 2016 habe es in der Altmark mehr als 600.000 Übernachtungen gegeben. Jeder Tourist gebe pro Tag 85 bis 90 Euro aus. „Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor“, stellte der Landrat fest. Und konnte die auch mit weiteren Zahlen belegen. So nehme allein das Gastgewerbe in der Altmark in einem Jahr durch den Tourismus 85 Millionen Euro ein, der Einzelhandel 40 Millionen Euro.

„Mit dem Zweckverband wollen wir die Altmark überregional bewerben. Denn in Deutschland weiß man wenig von der Altmark“, sagte Michael Ziche. Die beiden Landkreise und viele Gemeinden seien bereits Mitglied im Verband, der Beitrag mit 53 Cent je Einwohner überschaubar. Ziche gehe davon aus, „dass wir im Sommer arbeitsfähig sind“.

Bürgermeisterin Ninett Schneider sagte: „Es ist immer gut, wenn man sich zusammenschließt und dadurch mehr Kraft hat.“ Doch längst nicht alle Ratsmitglieder sind bisher vom Nutzen eines Beitritts von Apenburg-Winterfeld zum Tourismusverband überzeugt. Wenn die Gemeinde für den Verband einzahle, müsse auch etwas Greifbares zurückkommen, hieß es. Weiterhin wurde kritisiert, dass die Gemeinde nur aus einem wichtigen Grund wieder aus dem Zweckverband austreten könne. Schließlich stimmten sieben von elf Ratsmitgliedern dem Antrag zu, den Beitrittsbeschluss zu vertagen.

VON CHRISTIAN REUTER

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