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Apenburg: Freie Fahrt ohne Nadelöhr

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Freie Fahrt mitten durch das nun entschärfte ehemalige Apenburger Nadelöhr – das ist nun nach dem Ausbau der Passage entlang der Ortsdurchfahrt wieder problemlos möglich. Dankbar dafür sind neben den Berufspendlern auch alle Anlieger.
Freie Fahrt mitten durch das nun entschärfte ehemalige Apenburger Nadelöhr – das ist nun nach dem Ausbau der Passage entlang der Ortsdurchfahrt wieder problemlos möglich. Dankbar dafür sind neben den Berufspendlern auch alle Anlieger. © Zuber

Apenburg. Es ist geschafft: Freie Fahrt ohne Einschränkungen gibt es am einstigen Nadelöhr an der Kreuzungs-Kurve Richtung Cheinitz in Apenburg. Das umfangreiche Straßenbau-Projekt zur Ortsdurchfahrt ist zum Großteil abgeschlossen.

Nur noch Gehweg-Pflaster- und Restarbeiten sind zu erledigen. „Seit Freitag rollt hier wieder der Verkehr reibungslos“, freut sich die Apenburgerin Ilse Warlich.

Mit ihr freuen sich die unzähligen Berufspendler sowie die Apenburger Anwohner, denen früher vor dem Straßenausbau noch die Gläser in der Vitrine klirrten, wenn dicke Brummi’s oder Ernte-Traktoren das enge Nadelöhr passierten. Die Arbeiten zum Ausbau der Apenburger Ortsdurchfahrt kamen im Sommer auch wegen des günstigen Wetters zügig voran.

Nun ist in Apenburg der Knotenpunktbereich Vorderstraße / Lindenwall ausgebaut. Dazu waren auch Arbeiten an den Kanälen in den Gemeindestraßen notwendig. Der erste Teilabschnitt des Ausbaus betraf die Gemeindestraße Altes Tor. Hier mussten Rohre für die Regenkanalisation bis zur Einleitung in den Wallgraben neu verlegt werden, teilte das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt mit. Im Anschluss daran liefen die Bauarbeiten an der Vorderstraße und im Lindenwall. Der Ausbau der Apenburger Ortsdurchfahrt für mehr als 740.000 Euro soll nun den Verkehr an der Landesstraße 11 sowohl für Radfahrer als auch für Autofahrer sicherer machen. Die Kosten für das Vorhaben teilen sich das Land (rund 467.000 Euro) und die Gemeinde Apenburg (etwa 275.000 Euro). Von dem Geld wurden die Vorderstraße und der Lindenwall (L 11) – einschließlich der Kreuzung mit der L 1 – auf einer Länge von insgesamt knapp 200 Metern grundhaft ausgebaut und auf 6,50 Meter verbreitert. Neben der Anlage neuer Gehwege (beidseitig) wurden im Zuge der Arbeiten unter anderem auch neue Hochborde gesetzt sowie der Regenwasser- und der Vorflutkanal komplett erneuert.

Im Lindenwall ist außerdem ein kleiner Fahrbahnteiler integriert worden, wo Fußgänger die Fahrbahn nun viel sicherer überqueren können.

Von Kai Zuber

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