Erhöhung der Friedhofsgebühren in der Gemeinde geplant

Anonyme Gräber in Beetzendorf sollen mehr kosten

Friedhof in Beetzendorf
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Auch auf dem Beetzendorfer Friedhof bleiben immer mehr Flächen frei, weil nicht mehr so viele Gräber wie früher benötigt werden. Für anonyme Gräber und Rasengräber sollen die Gebühren erhöht werden.
  • Christian Reuter
    VonChristian Reuter
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Auch in der Gemeinde Beetzendorf lassen sich immer mehr Menschen anonym bestatten. Dies wird sich schon bald auf die Friedhofsgebühren auswirken. Die Kosten für anonyme Gräber und für Rasengräber sollen erhöht werden, hieß es im jüngsten Ausschuss für Soziales und Kultur der Gemeinde Beetzendorf.

Die Friedhofsgebührensatzung war zuletzt am 10. August 2017 geändert worden. Seitdem waren für den Erwerb eines Reihengrabs oder eines Urnengrabs jeweils 150 Euro und für ein Doppelgrab 300 Euro zu bezahlen. Bei diesen Gebühren soll es auch in Zukunft bleiben.

Teurer werden sollen dagegen aber anonyme Gräber und Rasengräber, denn diese sollen künftig jeweils 600 Euro statt bisher 450 Euro kosten. Doch dies sind nicht die einzigen Änderungen, die bei den Friedhofsgebühren vorgesehen sind. So soll eine Verlängerung von fünf Jahren für ein Reihen- oder Urnengrab statt bisher 25 Euro bald 50 Euro kosten und für ein Doppelgrab statt bisher 50 Euro künftig 100 Euro.

Ebenfalls angehoben werden sollen die Gebühren bei der Anpassung pro Jahr, für ein Reihen- oder Urnengrab ist eine Erhöhung von bisher fünf auf dann zehn Euro geplant, beim Doppelgrab von bisher zehn auf dann zwanzig Euro.

Bereits in früheren Rats- und Ausschusssitzungen war festgestellt worden, dass die Friedhöfe in der Gemeinde Beetzendorf inzwischen zu groß sind. Deshalb schlug Ratsherr Jürgen Benecke während der Sozialausschusssitzung vor, auf der rechten Seite des Beetzendorfer Friedhofs keine Beerdigungen mehr vorzunehmen, „damit in vielleicht 25 Jahren die ganze rechte Seite frei ist und wir den Friedhof verkleinern können“. Dies könne nur langfristig erfolgen. „Aber wir müssen das begrenzen, wir pflegen uns sonst doch tot“, betonte Benecke. Die Gemeindesekretärin Silvia Schulz erwiderte: „Wir achten beim Verlängern von Gräbern schon darauf.“

Beetzendorfs Vize-Bürgermeister Dietmar Sommer sagte: „Irgendwann müssen vielleicht auch Friedhöfe wie in Stapen schließen. Die Flächen würden dann nach der entsprechenden Ruhezeit entwidmet werden.“

Ratsherr Enrico Lehnemann wies noch auf ein ganz anderes Problem hin: „Wir haben auf den Friedhöfen eine unglaubliche Vermüllung.“ So würden auf den Komposthaufen auch viele Dinge, die dort nicht hingehören, landen, wie zum Beispiel Plastikabfälle. Man könne doch so etwas in der Friedhofssatzung untersagen, meinte Lehnemann.

Dietmar Sommer sah dazu keine Notwendigkeit: „Wir können auf den Friedhöfen Schilder aufstellen, dass nur kompostierbare Abfälle abgelegt werden dürfen.“

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