Termin für 2019 steht / Gute Bedingungen in Apenburg / Hürden bei Bürokratie

Altmark auf dem Weg zum Schlittenhunde-Eldorado

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Hunderennen in Apenburg – das ganze Jahr über trainieren die sogenannten Musher, um ihre Vierbeiner auf Trab zu halten. Am 16. und 17. März 2019 steigt das nächste Event.

Apenburg / Salzwedel / Altmark. Am Anfang stand die Skepsis, aber nach und nach wird klar, dass aus dem Traum von Wild-West auch hierzulande Realität werden kann. Die westliche Altmark ist auf dem besten Weg, zum Schlittenhunde-Eldorado zu werden.

Der Termin für 2019 steht bereits und ist mit Rennleiter Helmut Gottschlich abgesprochen.

„Gute Bedingungen gibt es in der Feldmark von Apenburg, wo in diesem Frühjahr bereits die Generalprobe mit dem ersten Rennen stattfand“, sagte der Mitinitiator und frühere aktive Rennsportler Uwe Fritz der AZ.

Der Termin für das zweite Schlittehunde-Rennen ist das Wochenende vom 16. und 17. März 2019. Start ist jeweils um 9.30 Uhr. Als altmärkische Lokalmatadoren nannte Uwe Fritz die Buchwitzer Karolin und Sebastian Schulz, die beim zweiten Rennen am Start erwartet werden.

Rennleiter Helmut Gottschlich hat als erfahrener Mann die Fäden in der Hand.

Probleme gab es bei der Premiere in diesem Jahr unter anderem mit der Bürokratie. Landbesitzer galt es zu überzeugen, Datenschutz-Probleme zu lösen und auch die örtlichen Forstbeamten müssen grünes Licht geben. In diesem Jahr fielen diese Absprachen so knapp aus, dass erst zehn Tage vor dem Start-Termin das offizielle Okay kam.

Das wollen die Organisatoren um Helmut Gottschlich 2019 besser in den Griff bekommen, auch wenn die Apenburger Grundstückseigentümer wie Paul-Werner von der Schulenburg oder Andreas Schwieger dem Event wohlwollend gegenüber stehen. „Ich stelle die Wiese für die Stellplätze der Teilnehmer zur Verfügung“, verriet Schwieger der AZ. Auch andere Landbesitzer äußerten sich optimistisch.

„Das Ganze könnte für Apenburg zu einem Volksfest werden“, meinte Uwe Fritz. 54 Rennteilnehmer waren in diesem Frühjahr am Start, 70 sollen es im kommenden März sein, darunter 30 größere Gespanne. 6,4 Kilometer lang ist die Rennstrecke zwischen Apenburg und Klein Apenburg. Blickfang für die Zuschauer entlang der Strecke waren natürlich die Musher, also die Gespannfahrer mit bis zu acht Hunden, zumeist von der typischen Rasse Sibirien Huskys. Mitsamt Tierarzt, Wohnwagen und jeder Menge Ausrüstung waren bei der Premiere Teilnehmer und Fans nach Apenburg angereist. Aber nicht nur Wagenrennen mit Huskys gab es in Apenburg.

Einige Starter liefen zu Fuß mit ihren Hunden, einige waren mit einem sogenannten Scooter auf die Strecke gegangen, und wieder andere nahmen ihre Hunde einfach per Fahrrad an die Leine. So soll es auch am 16. und 17. März wieder sein. „Es soll ein Event für die ganze Familie werden“, hofft Uwe Fritz.

Von Kai Zuber

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