Bunte Rohre schlängeln sich durchs Erdreich

Altmark: Breitband-Leerrohr-Trasse in den Orten aufwändiger als über Land

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Abrollen der Rohre aus Kabeltrommeln in Rohrberg: Die schwarzen, roten, grünen und gelben Leerrohre schlängeln sich rund 80 Kilometer weit durch die Altmark. 

Rohrberg – Schwarze, rote, grüne und gelbe Leerrohre schlängeln sich derzeit kilometerweit durch die Altmark. Konkret werden über insgesamt 78,6 Kilometer bis zu vier Leerrohr-Verbände verlegt.

Sie sind die Zukunft in Sachen schnelles Internet. Eine schlammige braungraue Masse blubbert aus den Schächten, welche die Arbeiter bei der Verlegung der Breitband-Leerrohrtrasse in Rohrberg angelegt haben. „Das ist unser Gleitmittel für die Rohre im Erdreich, damit die Rohre beim Verlegen besser durch die Bohrungen flutschen“, verrät ein Facharbeiter vor Ort.

Mit schlammigem Gleitmittel geht es besser durch das Erdreich. Mehr als zwei Drittel der Tiefbaustrecke im Rahmen des Mitverlegungsprojektes von ZBA und der Firma Gasline sind geschafft.

Die Breitband-Leerrohr-Trasse in Orten wie Rohrberg, Beetzendorf oder Apenburg in Richtung Osten zu verlegen, ist wegen der höheren unterirdischen Infrastruktur entlang der Straßen aufwändiger als über Land. Dennoch kann sich laut dem Zweckverband Breitband-Altmark (ZBA) die bisherige Bilanz des Projektes sehen lassen: Mehr als zwei Drittel der Tiefbaustrecke im Rahmen des Mitverlegungsprojektes von ZBA und der Firma Gasline GmbH & Co. KG sind bereits geschafft.

„Das Projekt liegt damit voll im Zeitplan. Nachdem die Ortslagen und Überlandtrassen in den nächsten Wochen fertiggestellt werden, wird eine Montagefirma die Glasfasern in die vorhandenen Leerrohre einblasen“, informierte der Zweckverband. Die neue Glasfaser-Trasse geht quer durch die westliche Altmark. Auch wenn diese Trasse mit modernen Sensor gestützten Horizontalboranlagen durch das Erdreich getrieben wird, muss grade in den Dörfern teilweise trotzdem noch mit der Hand oder dem Bagger geschachtet werden.

So auch in den vergangenen Tagen in Rohrberg. Die Leerrohre für die Glasfaser-Leitung gehen von Wittingen bis nach Osterburg. Der weitere kommunale Ausbau im Zweckverbandsgebiet kann laut ZBA erst erfolgen, wenn die Detailplanung durch ein externes Planungsbüro vorgenommen und die Tiefbaukosten ermittelt wurden. Voraussichtlich liegen Ende des Jahres diese Ergebnisse vor, hieß es.

Erst dann kann der Baustart für den zukunftsfesten Breitbandausbau mit Glasfaser bis ins Haus erfolgen. Übrigens, noch ist der Anschluss an das Glasfasernetz weiterhin kostenlos möglich.

Weitere Informationen zum Projekt und dem geplanten Ausbau gibt es im Internet unter www.breitband-altmark.de.

VON KAI ZUBER

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