Atommüll am Grünen Band?

Altmärkisches Waddekath erneut im Gespräch um Endlager

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Wohin mit dem Atommüll? Bei der Beantwortung dieser Frage spielt auch das kleine Dorf Waddekath eine Rolle.

Waddekath / Altmark – „Ist das alles von vorn herein ein abgekartetes Spiel?“, fragen sich derzeit nicht wenige Einwohner des Diesdorfer Ortsteils Waddekath zum aktuellen Thema „Suche nach einem geeigneten Atommüll-Endlager in Deutschland“.

Vor allem die Jugend im Ort ist diesbezüglich alarmiert, denn die jungen Einwohner möchten gerne im lebenswerten Örtchen unmittelbar an der Landesgrenze zu Niedersachsen bleiben.

Atommüll am „Grünen Band“ – geht das überhaupt zusammen? Diesen krassen Widerspruch sehen nicht nur die beiden Jung-Waddekather Sebastian Adam und Lucas Nieber. Hintergrund: Waddekath ist erneut im Gespräch um ein mögliches Endlager. Die Kritik der Einwohner am Vorgehen der Behörden richtet sich bereits an Details der Vorplanung.

„Wir halten es zum Beispiel nicht für einen Zufall, wenn überall das Grüne Band als Schutzgebiet ausgewiesen ist, aber Waddekath diesbezüglich ausgespart werden soll“, meint Lucas Nieber im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. Der junge Mann macht sich für dessen Ort und Zukunft stark. Erst in den vergangenen Jahren haben Jugendliche im Ort den Sportclub „Germania“ wiederbelebt und die Sportanlagen erweitert. Bleibeperspektive: 100 Prozent.

VON KAI ZUBER

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