Lose Bretter und rostige Nägel an Rutsche / Rohrberger Haushalt mit Plus

„Ahlumer Spielplatz ist eine Gefahr für die Kinder“

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An der Rutsche bemängeln die Räte die unzureichende Absicherung. „Dort kann sich ohne Probleme ein Kind durchzwängen und fällt dann vom Turm“, hieß es im Rohrberger Rat.

Ahlum / Rohrberg. „Der Spielplatz in Ahlum ist eine Gefahr für die Kinder“, verkündeten am Mittwochabend besorgte Väter im Rohrberger Gemeinderat. Ausgefranste Trittbretter, herausragende rostige Nägel und eine fehlende Brüstung neben der Rutsche wurden bemängelt.

„Da ist Handlungsbedarf“, so Ratsmitglied Hendrik Becker. 1000 Euro für die Spielplätze der Gemeinde Rohrberg sind im Haushaltsplan 2017 festgehalten. Genug, wie die Gemeinderatsmitglieder hoffen.

Auch die ausgefransten Bretter und die rostigen Nägel sorgen für Unmut.

Ein weiterer Streitpunkt war die Mehrzweckhalle. Schon seit Jahren versuchen die Rohrberger, das Äußere ihrer Sporthalle zu verschönern. Gerade die Vorderfront ist mit der abgerissenen Wellblechpappe und den Flecken im Putz nicht schön anzuschauen. „Rund 4000 Euro sind für Instandhaltung und Reparaturen vorgesehen“, fasste Bürgermeister Bernd-Heinrich Schulz zusammen. „Aber wenn wir an die Fassade ran wollen, wird das nicht reichen.“ Und bat Verbandsgemeinde-Kämmerin Dorlis Reimann, für diesen Punkt auf 10 000 Euro aufzustocken.

Denn laut Kämmerei kann die Gemeinde Rohrberg in diesem Jahr ein vorläufiges Plus von gut 94 000 Euro im Ergebnishaushalt verzeichnen. Der Fehlbetrag von 58 000 Euro aus dem vorangegangenen Jahr muss, so machte es die Kämmerin deutlich, in diesem Jahr aber ausgeglichen werden. „Das ist ein Haushalt, wie er sein sollte“, zeigte sich Dorlis Reimann zufrieden.

Grund genug für die Gemeinderäte, ihre Wünsche vorzustellen. „Der Heimatverein Ahlum veranstaltet einen Tag der offenen Tür. Dafür hätten sie gerne einen Zuschuss. Aber wenn das Geld alle ist, ist es alle“ so Axel Pieper. Ortschef Bernd-Heinrich Schulz erhöhte daraufhin den Heimatpflegebetrag von 1500 auf 2000 Euro. „Allerdings muss da dann bald auch ein Antrag her“, machte Schulz deutlich.

Für Herzschmerz bei Rolf Schulze sorgt die Trauerhalle in Stöckheim. „Da ist seit 20 Jahren nichts gemacht worden. Die Halle ist in einem erbärmlichen Zustand. Wenn da die Farbe von der Wand ab ist, fallen die Fenster raus“, so Schulze. Bürgermeister Schulz versprach, für eine Ortsbegehung zu sorgen. Und auch der Betrag für Renovierungskosten wurde im Haushaltsplan von 1000 Euro auf 3000 aufgestockt. Für Holger Robra liegt der Hauptpunkt darin, dass die zwei Gemeindearbeiter alleine nicht hinterher kommen: „Wir müssen unsere gemeindeeigenen Grundstücke besser pflegen.“

Von Katja Lüdemann

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