DRK will Wohn- und Pflegeeinrichtung bauen

Abriss in Rohrberg: Alte Brennerei ist bald weg

Der Abriss der alten Brennerei in Rohrberg hat begonnen. Auf dem Grundstück an der Bundesstraße 248 plant der DRK-Kreisverband Altmark West den Neubau einer Tagespflege mit altengerechtem Wohnen.
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Der Abriss der alten Brennerei in Rohrberg hat begonnen. Auf dem Grundstück an der Bundesstraße 248 plant der DRK-Kreisverband Altmark West den Neubau einer Tagespflege mit altengerechtem Wohnen.

Rohrberg – In Rohrberg verschwindet derzeit ein großer Schandfleck: Am Montag begann der Abriss der alten Brennerei an der Bundesstraße 248.

Bis zum 26. August sollen die alten Gebäude verschwunden sein, teilte Christian Hundt, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes Altmark West mit Sitz in Klötze, gestern auf AZ-Nachfrage mit.

Ursprünglich sei der Abriss bis zum 4. September geplant gewesen, aber aus Rücksicht auf den Schülerverkehr sollen die Arbeiten schon bis zum Ende der Sommerferien beendet sein. Direkt vor der ehemaligen Brennerei befindet sich eine Bushaltestelle.

Der DRK-Kreisverband will nach Aussage von Christian Hundt auf dem rund 8700 Quadratmeter großen Grundstück einen Neubau in L-Form mit 20 altengerechten Wohnungen und 15 Tagespflegeplätzen errichten. „Es wird in Massivbauweise, also Stein auf Stein, gebaut. Das Wohnhaus wird zwei Etagen besitzen, und die Tagespflege ist als ebenerdiger Flachbau geplant“, erklärte der DRK-Vorstandsvorsitzende. Die bestehende Einfahrt und die Bushaltestelle sollen erhalten bleiben.

Baubeginn soll frühestens im Sommer 2021 sein. Die Bauzeit soll etwa ein Jahr betragen. Die Vorbereitung und Planung des Neubaus werde von Marco Kelle von der Plankonzept GmbH aus Sandersdorf-Brehna erstellt. Den Bau sollen ortsansässige Firmen ausführen.

Laut Hundt werden die altengerechten Wohnungen eine Größe von 40 Quadratmetern haben. Gedacht seien sie für Senioren, die dann auch die benachbarte Tagespflege des DRK nutzen können. Eine Pflegestufe sei aber „keine zwingende Bedingung“, um eine Wohnung zu erhalten.

Der Vorstandsvorsitzende gibt als „grobe Kostenschätzung“ rund vier Millionen Euro an. Davon werde der DRK-Kreisverband etwa 500 000 Euro selbst finanzieren, und die Restsumme komme aus Krediten. Durch den Neubau sollen fünf neue Arbeitsplätze entstehen. Derzeit beschäftigt der DRK-Kreisverband laut Christian Hundt 82 Mitarbeiter. VON CHRISTIAN REUTER

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