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30-jähriges Bestehen der Versuchsstation Beetzendorf gefeiert

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Von: Christian Reuter

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Das 30-jährige Bestehen der Versuchsstation Beetzendorf wurde am Dienstag, 24. Mai, gefeiert. Die Gäste der Festveranstaltung sahen sich unter der Führung von Stationsleiter Christian Rettschlag (3.v.r.) die Versuchsfelder an. © Christian Reuter

Das 30-jährige Bestehen der Versuchsstation Beetzendorf wurde am Dienstag, 24. Mai, gefeiert. Dazu waren zahlreiche geladene Gäste in den Beetzendorfer Ortsteil Wohlgemuth gekommen. Die Versuchsstation gehört zur Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) und wurde 1992 auf Initiative von Prof. Dr. Gerd Bätz (1927 – 2007), Leiter des Landessortenversuchswesens, gegründet.

Wohlgemuth. LLG-Präsident Prof. Dr. Falko Holz erinnerte in seiner Festrede an die Anfänge der Beetzendorfer Versuchsstation: „Es war nichts da, nur ein Stück Acker. Und es gab auch keine vorzeigbare Unterkunft, sondern nur eine Baracke.“ Aber: „Mit Engagement und Überzeugungskraft haben Menschen hier etwas aufgebaut.“

Holz betonte, dass das Versuchswesen immer ein Kampf um die Ressourcen sei, also um das Personal und die Materialien. So seien seit dem Bestehen der Beetzendorfer Station drei andere Versuchsstationen geschlossen worden.

„Kein Personal, hieß es, beziehungsweise, das Geld reicht nicht, um die Stationen zu betreuen“, sagte Holz. Deshalb könne man die Bedeutung der Beetzendorfer Versuchsstation gar nicht hoch genug bewerten. Der Professor nahm die Festveranstaltung zum Anlass, eine ganz besondere Ehrung vorzunehmen: Dr. Gerhard Hartmann erhielt den Hellriegelpreis. Hartmann habe sich als einer der ersten für ein länderübergreifendes Versuchswesen von Sorten eingesetzt.

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Dr. Gerhard Hartmann (r.) erhielt aus den Händen von Prof. Dr. Falko Holz von der LLG den Hellriegelpreis. © Christian Reuter

„Die genetische Vielfalt von Sorten begeisterte ihn in seiner gesamten Laufbahn. Besondere Verdienste hat er sich beim Anbau von Hartweizen erworben“, begründete Holz die Auszeichnung von Dr. Gerhard Hartmann. „Diesen Preis habe ich nicht alleine verdient, der Dank geht an alle Kollegen“, gab sich der Geehrte ganz bescheiden.

Hermann Hellriegel (1831 – 1895) war ein deutscher Agrikulturchemiker. Hellriegel entdeckte im Jahr 1886 die Fähigkeit der Leguminosen (Hülsenfrüchtler), elementaren Luftstickstoff aufzunehmen und pflanzenverfügbar zu machen, wenn Mikroorganismen in die Wurzeln eindringen und Knöllchen bilden. Der Ökolandbau fußt auf Hermann Hellriegel, führte LLG-Präsident Falko Holz aus.

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