1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Beetzendorf-Diesdorf

30.000 Puten in Rohrberg getötet und entsorgt

Erstellt:

Von: Kai Zuber

Kommentare

Straße in Jübar
Die Geflügelpest wurde in Rohrberg, mitten in der VG Beetzendorf-Diesdorf nachgewiesen. Der Radius der Beobachtungszone reicht im Westen bis nach Jübar, im Osten bis nach Apenburg. © Kai Zuber

Bei der Eindämmung der gefährlichen Geflügelpest mit Schwerpunkt in der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf ließ das Veterinäramt des Altmarkkreises aktuell an bestimmten Ortseingangsschildern der Kommunen zusätzliche Hinweistafeln montieren. Dabei gibt es in der Region Radien mit einer Schutzzone rings um Rohrberg. Dort wurden in der vergangenen Woche bei einem Putenbestand nach gemeldeten Auffälligkeiten bei den Tieren Proben entnommen und eine Betriebssperre verhängt. Rund 30.000 Puten mussten getötet und entsorgt werden.

Rohrberg. Am vergangenen Wochenende, 11. und 12. Dezember, leistete die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf gemeinsam mit den Klötzer Kameraden dem Veterinäramt Amtshilfe. Hintergrund: Rund 30.000 Puten mussten getötet und entsorgt werden. „Das war für uns ein Großeinsatz, aber wir haben das, denke ich, zusammen mit dem Veterinäramt ganz gut gemeistert“, schätzte VG-Wehrleiter Ronny Runge ein.

Für die Tiere und die Besitzer war es tragisch: Im Labor des Landesamtes für Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt (LAV) wurde hochpathogenes aviäres Influenzavirus vom Typ H5 in den entnommenen Proben nachgewiesen. Zur Bekämpfung der anzeigepflichtigen Tierseuche und zum Schutz einer weiteren Ausbreitung richtet der Altmarkkreis Salzwedel um den Ausbruchsbetrieb per Allgemeinverfügung als Sperrzone eine Schutz- sowie eine Überwachungszone ein und ordnet für diese Restriktionszonen die entsprechenden Maßnahmen an.

Ausdehnung der Restriktionszonen und Maßnahmen sind ausführlich in den Allgemeinverfügungen beschrieben und gelten ab sofort. Der Radius der Schutzzone reicht rings um Rohrberg bis Püggen, Stöckheim, Tangeln, Ahlum und Beetzendorf. Der Radius der Beobachtungszone reicht bis Apenburg, Jübar, Immekath, Vitzke, Drebenstedt und Peckensen. Geflügelhalter sind zur Vorsicht angehalten.

Alle Geflügelbestände müssen gemeldet werden, Krankheitsanzeichen und Tierverluste sind unverzüglich dem Veterinäramt zu melden. Fremde Personen sollen keinen Zutritt zu den Ställen bekommen. Halter sollen beim Betreten der Ställe Stiefel und Kittel tragen, Futter, Einstreu, Wasser und Gerätschaften sind so aufzubewahren, dass sie nicht mit Kot von Wildvögeln in Berührung kommen. Zugvögel, darunter Wildgänse, gelten als Hauptursache für die Verbreitung des Virus.

Auch interessant

Kommentare