2017: 117 Sturmschäden mehr als im Jahr davor / Hauptamtlicher Gerätewart Johannes Fritsche hat sich bewährt

268-mal heulen die Sirenen

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Zu einem Scheunenbrand rückten die Wehren der VG am 20. April 2017 aus. Dieser gehörte zu einem von zwei Großbränden.

Beetzendorf / Diesdorf. 268-mal mussten die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf (VG) im vergangenen Jahr ausrücken, um Brände zu bekämpfen, Sturmschäden zu beseitigen oder auch Menschen zu retten.

Kuhfeldes Bürgermeister Frank Leskien (Mitte) besichtigt zusammen mit Ortswehrleiter Martin Gerber (l.) und Verbandsgemeindebürgermeister Michael Olms (r.) ein neues Tanklöschfahrzeug.

Dabei wurden über 100 Einsätze mehr gezählt als ein Jahr zuvor. Das geht aus der Feuerwehrstatistik 2017 der Verbandsgemeinde hervor. Insgesamt 172 Einsätze galten davon allein Sturmschäden. Um Brände zu bekämpfen, musste die Feuerwehr 31- mal ausrücken. Das waren gegenüber dem Vorjahr 16 Einsätze weniger, dafür legte die Beseitigung von Ölspuren um drei Einsätze zu. Insgesamt wurden 33 Ausfahrten im Jahr 2017 gezählt. Den Rest teilten sich technische Hilfeleistungen, Fehlalarme und sonstige Einsätze. Zu Einsätzen außerhalb des Verbandsgebietes rückten die Feuerwehren insgesamt sieben Mal aus. Pro Einsatz waren zirka 1,6 Einsatzfahrzeuge mit durchschnittlich zwölf Kameraden an Bord dabei.

Zu den größten Bränden gehörten 2017 der Scheunenbrand in Mellin und der Großbrand bei der Firma Frapa-Plast in Gardelegen. Deutlich zugenommen hatte das Beseitigen von Sturmschäden. Ab 2013 gezählt, stieg diese Zahl von 15 auf 172 an.

Wie Verbandsgemeindebürgermeister Michael Olms mitteilte, sei dies das höchste Einsatzgeschehen seit 2013. Das erfordere fähige Feuerwehrmänner und Geräte, die bestens in Schuss gehalten werden müssen.

Die Arbeit des hauptamtlichen Gerätewartes Johannes Fritsche hat sich bewährt. „Der anfänglichen Skepsis einiger Kameraden ist mittlerweile breite Zustimmung gewichen“, freut sich Michael Olms. Fritsche, der in Diesdorf sein Domizil hat, entlastet durch seine Arbeit nicht nur die Ortsfeuerwehren, sondern auch die Verwaltung.

Die Kleiderkammer für die Einsatzkräfte der Verbandsgemeinde konnte im vergangenen Jahr deutlich erweitert und aufgestockt werden. Neben der Dienst- und Schutzbekleidung sind nun die nötigsten Ausrüstungsgegenstände übersichtlich gelagert.

Im Jahr 2017 konnten zudem zwei neue Fahrzeuge beschafft werden. Darunter ein neues Tanklöschfahrzeug (TLF) 4000 für die Feuerwehr Kuhfelde, welches aus eigener Hand finanziert wurde, und ein TLF 4000 für die Feuerwehr Dähre, wofür die Wehr Zuschüsse vom Land bekommen hatte. Zur offiziellen Übergabe in Dähre wird am kommenden Sonnabend, 3. Februar, gegen 10.30 Uhr Innenminister Holger Stahlknecht erwartet.

Mit den beiden neuen Fahrzeugen haben sich innerhalb der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf die Wasserkomponenten deutlich erhöht. Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, wurden seit dem Bestehen der VG damit zehn Fahrzeuge in Dienst gestellt und neun alte ausgesondert.

Viele Gelder flossen in die Unterhaltung der Feuerwehrgerätehäuser – über 20 000 Euro sind in die bauliche Unterhaltung von Gebäuden geflossen und zirka 56 000 Euro in investive Maßnahmen wie Blitzschutz, Sanitäranlagen, Dämmung und Umbaumaßnahmen. Für die Fahrzeughaltung gab die Verbandsgemeinde insgesamt rund 81 500 Euro aus, das waren 10 000 Euro mehr als geplant.

Begründet wurden diese hohen Ausgaben mit dem Alter der Fahrzeuge. Weiter mussten im Jahr 2017 für Kraft- und Schmierstoffe 20 000 Euro, für die Unterhaltung der feuerwehrtechnischen Ausrüstung 47 000 Euro und 28 900 Euro für anfallende Gebühren der Feuerwehr-Technischen Zentrale ausgegeben werden.

Von Rüdiger Lange

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