Grundwasser wird mit neuen Messstellen des VKWA Salzwedel überprüft

Grundwassermessstelle: 180.000 Euro für stabile Qualität

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Drei Vorfeldmessstellen zur Überprüfung der Grundwasserqualität wurden direkt neben der Straße von Dähre nach Fahrendorf vom VKWA Salzwedel errichtet.

Dähre – Nur wenige Meter neben der Straße von Dähre nach Fahrendorf stehen drei etwa einen Meter hohe Metallrohre auf Sockeln aus Beton. „Grundwassermessstelle“ lautet die Aufschrift auf den Deckeln.

Der obere Pegel wird für das Wasserwerk in Nipkendey gemessen, bedeutet die Kennzeichnung.

Umgeben sind die Rohre von einem roten Metallgestell, auf Schildern sind die Kennzeichnungen „Hy Npkd 1/2019 OP“, „Hy Npkd 1/2019 MP“ und „Hy Npkd 1/2019 UP“ zu lesen. Die AZ fragte beim zuständigen Verband Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA) Salzwedel nach, was sich hinter den drei Rohren verbirgt. „Es handelt sich dabei um Messstellen im Vorfeld einer Wasserfassung. Dort werden Proben aus den Grundwasserleitern entnommen, um die Qualität des Grundwassers zu überprüfen“, erklärt VKWA-Geschäftsführer Jens Schütte.

Die drei Messstellen bei Dähre seien in Tiefen zwischen 30 und 60 Metern abgeteuft worden, die Abkürzungen OP, MP und UP stünden für oberer, mittlerer und unterer Pegel. „Die Messstellen gehören zum Wasserwerk Nipkendey, das sich östlich der Straße in einem Waldgebiet befindet“, sagt Schütte.

„Grundwassermessstelle“ steht auf den Deckeln der drei Metallrohre.

Einmal jährlich werde das Grundwasser mit großem Aufwand von einem Magdeburger Labor beprobt. Die Ergebnisse übermittle der VKWA auch an die Untere Wasserbehörde. Bisher habe der Verband die Proben direkt am Wasserwerk bzw. an den Brunnen entnommen. „Von den Messstellen braucht das Wasser etwa zehn Jahre bis zu den Förderbrunnen“, erläutert Jens Schütte. Deshalb habe der VKWA nun genügend Zeit, um zu reagieren, falls sich die Qualität des Grundwassers einmal verschlechtere. Den Grundwasserstand könne man mit den Messstellen zwar nicht direkt bestimmen, allerdings sei die Pegelhöhe in den Rohren ein Indikator dafür.

Auch an der Straße von Diesdorf nach Schadewohl habe der VKWA drei Messpunkte errichtet, für das Diesdorfer Wasserwerk. Insgesamt hat der VKWA laut Schütte 180 000 Euro allein an reinen Baukosten für die Messstellen bei Dähre und Diesdorf investiert.

VON CHRISTIAN REUTER

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