Verbandsgemeinde-Chef will Angebote für Kinder und Jugendliche auf „Projektarbeit“ umstellen

„Zukünftig alle daran beteiligen“

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Seit einem Jahr verfügt der Kinder- und Jugendclub in der früheren Grundschule in Werben über viel Platz. Für 2018 plant die Verbandsgemeinde Projekte anzubieten, die auch Standorte einbindet, die bislang nicht versorgt wurden.

Arneburg-Goldbeck. Für die Zukunft der Freizeitangebote für Kinder- und Jugendliche hat Arneburg-Goldbecks Verbandsgemeinde-Chef ein klares Ziel.

Weil das Kümmern um den Nachwuchs gerade in der Fläche relativ kostenintensiv ist, sollen für die Finanzierung der „Mobilen Kinder- und Jugendarbeit“ alle insgesamt acht Mitgliedsgemeinden ins Boot geholt werden. „Zukünftig sollen sich daran alle beteiligen“, sagt René Schernikau im AZ-Gespräch.

Der Verbandsgemeinderat hatte diese Woche mit einem Beschluss zunächst einmal für die Fortführung dieser freiwilligen Aufgabe im laufenden zweiten Halbjahr gesorgt. Mobile Kinder- und Jugendarbeit gibt es in Schernikaus Zuständigkeitsgebiet bislang lediglich in den beiden Städten Arneburg und Werben sowie in den Gemeinden Goldbeck und Hohenberg-Krusemark inklusive dem Ortsteil Hindenburg. Zur Änderung der bestehenden Regularien war es Ende 2016 gekommen, als der Landkreis festgelegt hatte, künftig nur noch die jeweils übergeordneten kommunalen Verwaltungen der Einheits- und Verbandsgemeinden als Vertragspartner zuzulassen und nicht mehr wie vorher Verträge mit den jeweils einzelnen Gemeinden abzuschließen.

Aber mit der neuen Regelung ist es nach Ansicht von Schernikau auch nicht korrekt, dass die Verbandsgemeinde nun die „Übernahme des notwendigen Eigenanteils nicht gewährleisten“ könne, wie in der von seinem Hauptamt verfassten Beschlussbegründung steht. Eine mögliche Vereinfachung des Prozederes sieht der oberste Verwaltungschef ab 2018. „Ich möchte die mobile Kinder- und Jugendarbeit zukünftig als Projektarbeit organisieren.“ Darüber sei er bereits „mit den Anbietern im Gespräch“. Möglich seien dann auch Angebote für Kinder und Jugendliche in Orten der Verbandsgemeinde, die bislang über keinen begleiteten Freizeittreff verfügen. Die Gemeinde Eichstedt nennt er dabei als einen möglichen Ort, an dem ab 2018 Jugendprojekte angeboten werden könnten. So könnten Angebote in der Fläche besser verteilt werden. Gefragt seien kreative Ideen, um die knappen Personalstunden dann auch dort anzubieten, wo sie neben den vorhandenen fünf Standorte gefragt seien.

Von Antje Mahrhold

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