Buchreihe „Wissen der Region“ will gegenwartsnaher werden / Nachwuchs ist gefragt

„Wünschen uns jüngere Beiträge“

Weil der Klapperstorch keine Nachwuchsautoren frei Haus liefert, setzt der Kulturförderverein „Östliche Altmark“ für seine neuen Heimatgeschichten-Bücher auf das Potenzial, dass die Jugend in der Ostaltmark bietet.

Arneburg-Goldbeck/Osterburg. Nur mit der Vergangenheit gibt sich Bärbel Conrad nicht zufrieden. Die Lektorin aus Ostelbien sieht am anderen Ufer des Flusses jede Menge Potenzial für die neuen Ausgaben der Buchreihe „Wissen der Region“.

„Wir wollen die Bücher gegenwartsnaher gestalten“, sagt die Sydowerin, die im Auftrag des Kulturfördervereins „Östliche Altmark“ alle 40 Beiträge der 40 Autoren für die Neuauflage des für Ostern 2018 zur Herausgabe geplanten Heimatgeschichten-Bands „Das Wissen der Region: Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck – Erweiterte Auflage“ federführend betreut.

Bärbel Conrad

Dass auf dem Gebiet der Ostaltmark in diesem Sommer bereits die Jüngsten im hohen Norden in der Werbener Tagesstätte „Storchennest“ zum Ruder gegriffen und wenig zuvor im südlichen Zipfe Schützlinge der Einrichtung „Elbräuber“ in Arneburg gleich das Steuerrad übernommen haben, kann die Lektorin zuversichtlich stimmen – auch wenn die Aktionen der Mädchen und Jungen eher nicht literarisch, dafür aber pädagogisch wertvoll ausgerichtet waren. Selbst auf dem Gelände des Industrie- und Gewerbeparks Altmark (IGPA) etwa mit seinem Flaggschiff Zellstoffwerk finden junge Menschen eine Perspektive, um sich für ihre Heimat zu engagieren. „Wir wünschen uns noch ein paar Beiträge von Jüngeren“, verweist Conrad auf den Text junger Konfirmanden des Pfarrbereichs Klein Schwechten. Deren Reisebericht über einen Besuch bei der Partnergemeinde in den USA wird im neuen Band veröffentlicht, kündigt die verantwortliche Vereinsspitze an.

Für das Einwerben von Spendengeld zur Finanzierung der Druckkosten hatten die Organisatoren in diesem Herbst eine Lesereihe gestartet (AZ berichtete). Beim ersten Termin, der in der Salzkirche Werben stattfand, erzeugte besonders auch der Beitrag der Jugendlichen aus dem Raum Klein Schwechten Resonanz. Im Gegensatz zum überwiegenden Teil der anderen Beiträge schildern die jungen Damen und Herren darin Eindrücke, die nicht von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg handeln.

Ähnlich frischen Wind mit Worten aus jungen Köpfen erhofft sich die Vereinsführung auch für den neuen fünften Band, der die Einheitsgemeinde Osterburg zum Inhalt haben wird (AZ berichtete). Als potenzielle Mitautorin soll neben Vereins-Vize Kornelia Matzat auch eine 90-Jährige aus Dobbrun mitwirken. Bereits auf Halde liegt die Historie einer 1945 in der Biesestadt geschlossenen Schule.

Von Antje Mahrhold

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