Landesweites Kompetenzzentrum arbeitet seit gestern

Wolfsmanager in Iden

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Laut amtlichen Zahlen gibt es in Sachsen-Anhalt aktuell zwölf Wolfsrudel und ein territoriales Paar.

mei Iden. Das sogenannte Wolfskompetenzzentrum in Iden ist gestern an den Start gegangen.

Es versteht sich als zentrale Einrichtung für das staatliche Wolfsmanagement in Sachsen-Anhalt und befindet sich auf dem Gelände des Zentrums für Tierhaltung und Technik der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau. Die Nähe beider Zentren soll Herdenschutz und Beratung bei der Wolfsprävention besser koppeln.

„Das Eine geht nicht ohne das Andere, Herdenschutz ist auch Wolfsschutz“, sagte Landwirtschaft- und Umweltministerin Claudia Dalbert. Aufklärung und Information gehören nach ihrer Ansicht zu den wesentlichen Aufgaben der Wolfsbeauftragten Andreas Berbig und Peter Oestreich, die bisher in der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe in Arneburg tätig waren. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind außerdem die Rissbegutachtung und Schulung künftiger Rissbegutachter. In der Landesforstverwaltung soll ein Netz von sechs nebenamtlichen Rissbegutachtern für eine landesweite Betreuung eingerichtet werden.

Im Monitoring-Jahr 2015/2016 wurden zehn Wolfsrudel und drei territoriale Wolfspaare in Sachsen-Anhalt registriert (Stand April 2016, insgesamt 78 Tiere). Zwei dieser Paare haben Nachwuchs, sodass aktuell von zwölf Rudeln und einem territorialen Paar ausgegangen wird.

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