Neuauflage wird kein Weihnachtsgeschenk / Druck für Ostern geplant

„Wir haben Angst, dass diese Buchreihe stirbt“

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Dass es kein Geld von der Verbandsgemeinde gibt, „macht mich betroffen“, sagt Dr. Wolfgang Haacker. Mit Lektorin Bärbel Conrad (M.) aus Sydow und Vize-Vereinsvorsitzender Kornelia Matzat aus Osterburg bittet der Projektkoordinator nun um Spenden.

Arneburg-Goldbeck. „Kein Ort darf vergessen werden“, ist für Koordinator Dr.  Wolfgang Haacker Grund genug, dass der Kulturförderverein „Östliche Altmark“ jetzt eine Spendentour startet.

Das Manuskript für die seit Längerem angekündigte und um rund 250 Seiten dickere Neuauflage der 2005 erstmals erschienenen Heimatgeschichten Arneburg-Goldbecks ist zwar fertig, aber der Verein habe als Herausgabe nur ein Fünftel der nötigen 15 000 Euro für den Druck des überarbeiteten Bestsellers „Wissen der Region“, Band 1, zur Verfügung. Und weil anders als beim Druck der drei letzten Bände, die die Verwaltungen von Bismark, Seehausen und dem Elbe-Havel-Land kofinanziert hätten, von der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck keine Unterstützung zu erwarten sei, beginnt in zwei Wochen in Werben eine Lesereihe, bei der um Spenden gebeten werden soll.

„Wir können seit sechs Jahren der Nachfrage nicht gerecht werden“, schildert die Vize-Vereinsvorsitzende. Kornelia Matzat habe die rund 200 Seiten Erstauflage bereits nach Australien und Österreich versandt, weil es dort Interessenten an den Zeitzeugnissen der Ostaltmärker gegeben hat. Weil der Band aber seit sechs Jahren restlos vergriffen sei und weil Lektorin Bärbel Conrad den Inhalt inzwischen nahezu verdoppelt hat, sei es das Ziel des Vereins, dass die Neuauflage Ostern 2018 fertig ist – eigentlich war als Veröffentlichung Weihnachten geplant.

Von Antje Mahrhold

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