Nach Kritik am Zweckverband voller Saal in Arneburg: Betreiber warten auf frostfreies Wetter

„Werden seit 13 Jahren verarscht“

+
Am Pappelweg in Arneburg soll im April/Mai der Technik-Container für das Glasfasernetz aufgestellt werden.

Arneburg. „Wir warten, dass der Frost vorbei ist“, nennt Thorsten Scholz als Verantwortlicher des Betreibers des altmärkischen Glasfasernetzes Dienstagabend vor vollem Saal den Grund für aktuelle Bauverzögerungen. Seit Weihnachten herrsche wetterbedingt Stillstand.

Der Projektleiter von DNS-Net verdutzt sein Publikum, auf das er nach Kritik an der Informationspolitik des Zweckverbands Breitband Altmark (ZBA) trifft (AZ berichtete), mit der Erklärung, „1000 Schreiben“ seien bei künftigen Nutzern im Pilotgebiet „Cluster 1“ „nicht angekommen“ – ungläubiges Raunen im Raum war die Reaktion.

Jetzt aber werde besser informiert, kündigt Scholz für heute Abend aktuelle Informationen zum Bauablauf an. Ergebnisse einer Bauberatung seien im Internet auf breitband-engel.de und breitband-altmark.de abrufbar. DNS sei das „letzte Glied in der Kette“, bat der Verantwortliche mit ZBA-Mitarbeiter Andy Müller an der Seite um Verständnis. Um die Hinweise aus dem Saal von immer noch nicht angeschlossenen Häusern in Arneburgs Kernstadt, widersprüchlichen Aussagen durch Bauleiter und von Mitarbeitern, die mit einem Kabel in der Hand schon vor Monaten an Türen standen, dann aber nie wieder gesehen wurden, will sich das Duo kümmern. Und es hört die Gemütslage. „Wir Arneburger werden seit 13 Jahren verarscht“, verweist Stadtratsmitglied Carsten Sommer (BI Arneburg) auf missglückte Internetprojekte. „Pilotgebiete müssen aber doch Vorbild sein“, verlangt er bessere Informationen.

„Wenn wir das selbst zahlen müssten, würde auch die Stadt Arneburg in die Knie gehen“, erklärte Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU). „Da werden 33 Millionen Euro verbaut“, verwies er auf den Investumfang.

Von Antje Mahrhold

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare