Feuerwehr wünscht Platz für Jugend und Kinder / Sanierung möglich

Werben: Wohnen im Alten Bahnhof

Der Alte Bahnhof in Werben.
+
Im Alten Bahnhof in Werben könnten Wohnungen entstehen. Der städtische Bauausschuss kam noch nicht zu einer Entscheidung.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
    schließen

Altbauwohnungen scheinen in Werben begehrter als Neubauten. Eine Möglichkeit bietet sich am Alten Bahnhof - auch die Ortsfeuerwehr hat Interesse angemeldet.

Werben – Die Gruppen der Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehr in Werben platzen aus allen Nähten, erläutert Bürgermeister Bernd Schulze zu einem Antrag des Wehrleiters Michael Nix. Er hätte den Wunsch geäußert im nahen Alten Bahnhof eine Wohnung für die Feuerwehrjugend anzumieten. Dafür müsste diese aber zunächst hergerichtet werden, stellte Schulze fest. Davon konnte sich der Bauausschuss auch bei einer Besichtigung überzeugen.

Die Situation des Feuerwehrnachwuchses könne sich jedoch auch innerhalb weniger Jahre wieder ändern, sagte Schulze. Deshalb werde über eine mögliche Anmietung nachgedacht, da der Platz möglicherweise nicht dauerhaft benötigt werde. Anstatt einen Raum speziell für den Feuerwehrbedarf einzurichten, könnte das Haus Stück für Stück saniert werden und so neue Wohnungen in der kleinen Hansestadt entstehen. Das würde auch zu den bisherigen Erfahrungen passen: Gefragt seien aktuell eher Altbauwohnungen. Wenn die Mieter dann zusätzlich den Strom für 20 Cent von der hauseigenen Solaranlage beziehen könnten, so Schulze, dann sei der Alte Bahnhof bald vermietet.

Wolfgang Trösken (Bündnis für eine kompetente Verwaltung) zeigte sich skeptisch. Er würde gerne vor einer Entscheidung die Räume der Feuerwehr besichtigen und brachte auch die Alte Schule als möglichen Standort für den Feuerwehrnachwuchs ins Spiel. Für Nix habe auch die große Nähe zur Feuerwehr eine Rolle bei dem Vorschlag des Alten Bahnhofes gespielt, ergänze Schulze. Wichtig zu entscheiden sei, ob sich die Stadt vorstellen könne, Wohnungen im Alten Bahnhof herzurichten.

Der sachkundige Einwohner Christoph Schorlemmer erinnerte daran, dass es sich um eine Umnutzung handele, wenn eine Wohnung für den Jugend- und Kinderfeuerwehrdienst genutzt werde. Dafür wäre ein Antrag nötig.

In der Sache besteht noch Klärungsbedarf, stellte Schule fest. Eine Empfehlung des Ausschusses erfolgte nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare