Vorerst letzter Sanierungsschritt beginnt / Neueröffnung im Mai

Werben: Pächterin fürs Café Lämpel gefunden

Ein Kürbis liegt in einer Fensterbank vom Café Lämpel in Werben.
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Bis zum Arbeitseinsatz am Wochenende hatte die Herbstdeko zumindest teilweise erfolgreich von der Sanierungsbedürfigkeit der Fenster abgelenkt.
  • Stefan Hartmann
    VonStefan Hartmann
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Der vorerst letzte Bauabschnitt für die Alte Schule in Werben beginnt. Bis Mai soll alles vorbereitet sein, damit die neue Pächterin mit dem Café Lämpel durchstarten kann.

Werben – Der vorerst letzte Bauabschnitt des Café Lämpel in der Alten Schule in Werben ist angestoßen worden. Bei einem Arbeitseinsatz am Samstag nahmen die Vereinsmitglieder des Arbeitskreises Werbener Altstadt (AWA) die zur Kirche gerichteten Fenster des Gastraumes heraus. Keine handwerkliche, aber genauso wichtige Unterstützung hatte kurz zuvor Marcus Böhm, Leiter des Gut Zichtau und Kuratoriumsmitglied der „Stiftung Altmark“, in Form eines 3000 Euro Schecks mitgebracht.

Seit 2015 ist der Arbeitskreis an der Alten Schule dran. 2019 folgte die Eröffnung des Café Lämpel, das bis zur mittlerweile angebrochenen Winterpause vom AWA betrieben und saniert wurde. Die Wiedereröffnung ist für Mai geplant, allerdings mit einer großen Änderung: Es wurde eine Pächterin gefunden, erklärt AWA-Vorsitzender Jochen Hufschmidt bei der Scheckübergabe. Damit habe der AWA eines seiner Ziele für die Alte Schule und das darin untergebrachte Café Lämpel erreicht. Es sollte gezeigt werden, dass ein Café in der wohl kleinsten Hansestadt der Welt erfolgreich betrieben werden kann. Die Umgebung spreche dafür, findet Hufschmidt. Mit dem Romanischen Haus, dem Heimatmuseum der Storchenstube, dem Rundfunk- und Fernsehmuseum und vielen weiteren großen und kleinen Attraktionen gebe es in der Stadt viel zu sehen. Ebenfalls zu den sehenswerten Dingen soll die Alte Schule gehören, die 2024 auch ihren 300. Geburtstag feiern wird.

128 000 Euro soll der vorerst letzte Bauabschnitt kosten. Für den AWA bedeutet das einen Eigenanteil von 32 000 Euro, den die Mitglieder finanzieren müssen. Da sei eine 3000 Euro Förderung der „Stiftung Altmark“ hilfreich, schließlich konnte es bereits im zweiten Jahr in Folge keinen Biedermeiermarkt geben, um die Vereinskasse über diese Einnahmen zu füllen. Zu tun gibt es noch einiges an der Alten Schule: Neben den Fenstern stehen auch Reparaturen am Dach sowie an einem der Schornsteine auf dem Bauplan. Bei der Gelegenheit soll die zur Kirche gerichtete Seite auch gestrichen werden, damit sie an den Giebel angeglichen wird. Eine besonders stilvolle Besonderheit versteckt sich in der Sanierung des Schornsteines. Mit dieser werde es möglich, die Gasträume mit Kachelöfen zu heizen.

Gänzlich abgeschlossen seien die Arbeiten an der Alten Schule damit noch nicht, gibt Hufschmidt zu bedenken. Die Obergeschossfenster zur Straßenseite müssten beispielsweise noch bearbeitet werden. Aber damit sei das Gebäude zunächst grundsätzlich gesichert und der AWA könne sich damit wieder anderen Projekten stärker widmen.

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