Termin für Neuwahl in Werben steht fest / Vize-Stadtoberhaupt tritt an

„Vernünftig konstruktiv“

Bernd Schulze (M.) hat die erste Sitzung des Werbener Stadtrates nach der Abwahl von Wolfgang Tacke geleitet.

Werben. „Ich kandidiere“, blickt Werbens amtierendes Stadtoberhaupt Bernd Schulze (UWG) gespannt auf den 11. Februar. An dem Sonntag sollen die 968 Wahlberechtigten zum dritten Mal in 14 Monaten an die Bürgermeister-Wahlurne treten.

Erst vor einem Jahr hatte sich der vor zwei Wochen mit 386 zu 131 Stimmen abgewählte Ex-Amtsinhaber Wolfgang Tacke (parteilos) gegen seinen Stichwahl-Konkurrenten Wolfgang Trösken (Einzelbewerber) durchgesetzt. Das Stadtratsmitglied aus Behrendorf hat bereits erklärt, nicht gegen Schulze antreten zu wollen. Und so rechnet der bisherige Vize-Bürgermeister mit einem Gegenkandidaten aus dem Lager des Vereins „Arbeitskreis Werbener Altstadt“ (AWA), dem Tacke angehört und dem auch dessen im Sommer 2016 zurückgetretener Amtsvorgänger Jochen Hufschmidt (SPD) zugetan ist.

Die erste Sitzung des Stadtrates nach der Abwahl in dieser Woche sei jedenfalls „vernünftig und konstruktiv“ verlaufen, sagt Schulze am Donnerstag im AZ-Gespräch. Dabei handelte es sich, wie berichtet, um eine Sondersitzung, die die CDU-Fraktion zum Thema „Natura 2000“ beantragt hatte. „Wir haben unsere Bedenken angemeldet“, erklärt er. Schulze sehe die Landesverordnung wie viele Landwirte, Jäger, Forstwirtschaftler und Angler in der Region kritisch. Die Vielzahl der Verbote „stehe der Entwicklung der Stadt störend entgegen“. Am 5. Dezember spricht der Rat erneut darüber.

Von Antje Mahrhold

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel