Teilsanierung Turnhalle Werben in Gang: Sportverein will erste Eigenmittel-Rate an Stadt zahlen

„Überweisen die ersten 5000 Euro“

Neue Fenster und eine gedämmte Fassade sollen neben der Heizung den früheren Lokschuppen betriebskostengünstiger machen. Bis zu 50 Prozent könne eingespart werden, erfuhr der Bau-Ausschuss am Donnerstagabend bei einem Vor-Ort-Termin.

Werben. Mehr als 40 Jahre nach Eröffnung als sogenanntes „Domizil für Körperkultur“ soll der erste Bauabschnitt der Teilsanierung der Sporthalle Werben Unterhaltungskosten um bis zu 50 Prozent minimieren.

An der Westfassade des früheren Lokschuppens, der 1977 nach dem Aus der Altmärkischen Kleinbahn am „Tag der Republik“ in Betrieb ging, zeugt ein Baugerüst vom bereits kurz vor Vollendung stehenden Einbau neuer wärmedämmender Fenster.

Die energetische Sanierung der Fassade soll in den nächsten Tagen beginnen, hat Bürgermeister Bernd Schulze in seiner Funktion als Vorsitzender des Bau-Ausschusses des Stadtrates am Donnerstag bei einem Vor-Ort-Termin angekündigt. „Hier ist 41 Jahre nichts mehr gemacht worden“, betonte der Berger, der zugleich Vorsitzender des Sport-Vereins Rot-Weiß Werben ist, der als Hauptnutzer der Sportstätte gilt. Aktuell zählt der Verein rund 180 Mitglieder.

Für die zuletzt wegen ihrer schlechten Beheizbarkeit unbeliebte Turnhalle, die mit den jetzt verschwundenen Nachtspeicheröfen dramatisch hohe Heizkosten produziert hat, fließen 100 000 Euro Fördergeld aus dem Landesprogramm für „Sportstätten außerhalb von Schulen“, das wiederum aus EU-Geld des Topfs „ELER“ (Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) gespeist wird. Weitere 10.000 Euro sind als Eigenmittel geplant.

Als mit Untersützung vieler Helfer und Sponsoren im Dezember 2016 eine neue Heizung und zum Schutz vor Wärmeverlust eine Dämmwand eingebaut worden waren, hatte Schulze als Sportvereinschef angekündigt, dass die Mitgliederschaft von Rot-Weiß für den Eigenanteil aufkommen werde. Bei der von einem Kamera-Team des MDR verfolgten Aktion vor fast zwei Jahren sei eine Wertschöpfung habe es eine Wertschöpfung von circa 10.000 Euro gegeben, hatte der Berger damals erklärt.

Nun will der Verein das Versprechen des Vorsitzenden offenbar einlösen, denn Schulze kündigte am Donnerstagabend wie beiläufig eine Zahlung an. „Wir werden die ersten 5000 Euro an Eigenmitteln für die Turnhalle nächste Woche an die Stadt überweisen“, sagte der Verantwortliche im Beisein von Arneburg-Goldbecks Vize-Verbandsgemeinde-Bürgermeisterin Simone Kuhlmann. Auch sei Schulze bereits damit beschäftigt, einen Spender für die Einweihungsparty zu organisieren. Die Fördermaßnahmen-Frist sei derweil bis Ende Oktober verlängert worden. Eingebaut werden über dem Parkett auch insgesamt 26-LED-Leuchten, auf deren Lieferung Elektriker derzeit aber noch warten müssten.

Von Antje Mahrhold

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