Bürger in Werben dürfen am 12. oder 19. November entscheiden

Stadtrat legt Termin für Abwahl fest

tje Werben. Nächster Schritt in der Abwahl von Bürgermeister Wolfgang Tacke (parteilos): Alle Wähler der Hansestadt Werben und ihrer Ortsteile Behrendorf, Giesenslage und Berge werden entweder am 12. oder 19. November an die Urnen gerufen.

An welchem der beiden Sonntage die Werbener Wähler dafür oder dagegen stimmen, dass der Amtsinhaber abtritt, legt der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 10. Oktober, fest.

Wolfgang Tacke.

Der Urnengang ist nötig, weil das Stadtoberhaupt trotz des einstimmigen Votums am 26. September aller zwölf Werbener Stadträte gegen ihn an seinem Amt festhält. Und er ist erst dann abgewählt, „wenn sich für die Abwahl eine Mehrheit der gültigen Stimmen ergibt, sofern diese Mehrheit mindestens 30. v.H. der Wahlberechtigten beträgt“, wie es dazu in der Kommunalverfassung heißt. Wenn diese Mehrheit zustande kommt, scheidet Tacke an dem Tag aus dem Amt, an dem der Wahlleiter die Abwahl bekannt gibt. Wer bei dem historisch bedeutsamen Akt von großer Seltenheit den Posten des Wahlleiters übernehmen wird, legt der Rat ebenfalls am 10. Oktober fest.

Der gebürtige Niedersachse bekleidet das Amt des Oberhaupts der weltkleinsten Hansestadt nach dem Rücktritt von Ex-Bürgermeister Jochen Hufschmidt (SPD) im vorigen Sommer erst seit neun Monaten. Der 63-Jährige gewann im November die Stichwahl gegen Stadtratsmitglied Wolfgang Trösken (Bürger in Behrendorf) mit 320 zu 273 Stimmen. Eine von Alt-Bürgermeister Hufschmidt und dessen Vorgänger Dr. Volkmar Haase initiierte Anti-Abwahl-Petition soll von 145 „Werbener Wählern“ unterzeichnet worden sein. Die Papiere befinden sich bei Tackes Anwalt in Magdeburg unter Verschluss.

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