Waschstraße aus Norddeutschland schafft 60 Feuerwehrschläuche pro Tag

Technik aus Kiel in Arneburg: „Geräuschpegel ist enorm runter“

Fertig zum Fluten: Nach dem Vorweichen, Einschleppen und Waschen werden bis zu vier Schläuche gleichzeitig geflutet. In den nächsten Arbeitsschritten erfolgt die Druckprüfung. Danach wird entleert, getrocknet und aufgewickelt.
+
Fertig zum Fluten: Nach dem Vorweichen, Einschleppen und Waschen werden bis zu vier Schläuche gleichzeitig geflutet. In den nächsten Arbeitsschritten erfolgt die Druckprüfung. Danach wird entleert, getrocknet und aufgewickelt.

Arneburg – Technik aus Kiel macht die rund 16 000 Feuerwehrschläuche im Landkreis ab sofort wie in einer Autowaschanlage blitzsauber.

Das mittelständische Traditionsunternehmen sieht sich als „Technologiemarktführer weltweit“, weil seine vollautomatischen Edelstahl-Schlauchpflegestraßen leisteten, was verdreckte Einsatztechnik ostaltmärkischer Ehrenamtstruppen brauche.

Für Ronald Schenk, der das Feuerwehrtechnische Zentrum (FTZ) in Arneburg auf dem Areal der früheren Kkw-Großbaustelle seit zwölf Jahren leitet und der somit oberster Chef an der Waschmaschine ist, hat sich die Investition von rund 130 000 Euro durch den Landkreis bereits mit jedem Cent ausgezahlt.

23 Meter misst ist die Wanne. Neu sind auch der Wickelapparat, die Waschmaschine und das Waschteil.

„Der Geräuschpegel ist enorm runtergegangen“, berichtet er Landrat Patrick Puhlmann (SPD) Montagmittag zur offiziellen Inbetriebnahme. Mit Blick auf die 23 Meter lange Waschwanne, in der gerade vier Exemplare die immergleiche Prozedur von Vorweichen, Einschleppen, Waschen, Auslegen, Abwerfen, Fluten, Druckprüfen, Entleeren, Trocknen und Aufwickeln durchlaufen, lobt der neue Landratsamtschef den Anteil seines Amtsvorgängers am Zustandekommen der Investition. Auch sei es „schön, dass im Landkreis Termine eingehalten“ würden. Damit bezieht sich Puhlmann auf das Versprechen Carsten Wulfängers (CDU), der zum Start der Modernisierungsarbeiten Ende Januar die Fertigstellung für April angekündigt hatte.

Der neue Vollautomat ersetzt zu einem großen Teil die Anlage, welche bereits seit 1994 für saubere Schläuche gesorgt hat. Die neue Technik ist nicht nur deutlich geräuschärmer, sondern schafft jetzt bis zu 60 Schläuche pro Tag. Bislang waren es 40. In den Automaten passen jetzt pro Durchgang vier Schläuche, auch die vom Typ D, dem handlichen Rohr, das wenig Platz braucht, relativ leicht ist – und gerade bei Waldbränden als ideales Vehikel für den effektiven Brandangriff gilt.

VON ANTJE MAHRHOLD

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare