Keine Karten- oder Barzahlung / Bürgermeister Bernd Schulze will Gespräch suchen

Tankstelle Werben: Zahlungsmöglichkeiten können für Frust bei Touristen sorgen

Die Tankstation in Werben.
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An der Tankstation in Werben kann schon seit längerer Zeit nur noch mit Kundenkarte oder Transponder gezahlt werden. Gerade für Touristen ist das ein Problem.
  • Stefan Hartmann
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An der Werbener Tankstation kann bereits seit Längerem nur noch mit Kundenkarte oder Transponder getankt werden. Gerade für Durchreisende kann das ein Problem sein.

Werben – „Das ist völlig frustrierend für Touristen“, bewertet Bürgermeister Bernd Schulze die aktuelle Situation an der Tankstation in Werben. Schon seit Langem kann nur noch per Kundenkarte oder Transponder getankt werden. Mit dem Grundsatzbeschluss zur Erneuerung der Bootsanleger ist auch die Touristenfreundlichkeit der Hansestadt wieder stärker in den Fokus gerückt.

Einer der Faktoren ist es auch, nach Aufenthalt oder Durchreise sein Fahrzeug tanken zu können. Zwar standen bei den zurückliegenden Sitzungen überwiegend die Besucher, die auf dem Wasserweg kommen, im Vordergrund, aber auch Autoreisende dürften nicht vergessen werden, wie sich aus den Diskussionen der vergangenen Stadtratssitzungen herauskristallisierte. Zwar hätten die Ratsmitglieder Verständnis dafür, dass die tägliche Entleerung von Bargeld aus dem Automaten eine logistische Herausforderung für den Betreiber sei, aber zumindest die Zahlung mit einer EC-Karte sollte wieder ermöglicht werden – forderten sie den Bürgermeister in Abwesenheit auf, wieder mit dem Betreiber in Gespräch zu treten.

Als es noch eine Raiffeisen-Filiale vor Ort gab, sei es auch möglich gewesen mit Bargeld zu zahlen, erinnert Schulze auf AZ-Anfrage. Diese Möglichkeit bestehe aber schon viele Jahre nicht mehr. Auch die Kartenzahlung sei irgendwann weggefallen. „Das ist schlecht. Wer von Havelberg kommt, denkt, er kann dort tanken“, äußert der Bürgermeister seine Bedenken. Die Entscheidung zur Zahlung per Kundenkarte und Transponder sei sicherlich nicht gut für das Geschäft und gefährde damit den Standort der Tankstation. „Ich werde noch einmal vorsprechen, so wie ich es schon bei der Schließung der Bankfiliale letztes Jahr im März gemacht habe“, erklärt Schulze jedoch. Schon damals seien Bürger und Politik um den Fortbestand der Tankstation besorgt gewesen. Eine Schließung sei jedoch nicht geplant gewesen. Aber wenn deren Betrieb unrentabel werde, eben weil nicht jeder tanken kann, könne sich das sicherlich ändern, schätzt Schulze. Möglicherweise könnte eine anstehenden TÜV-Überprüfung dann schon das Aus bedeuten. „Ich werde Fragen, ob die Kartenzahlung wieder aktiviert werden kann, um den Umsatz zu erhöhen“, stellt Schulze fest.

Die VR-Plus, die die Tankstation in Werben betreibt, hat bereits auf die AZ-Anfrage reagiert. Eine Beantwortung der offenen Fragen wurde für Montag in Aussicht gestellt.

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