Nach „Xavier“ wird das große Aufräumen viel Zeit brauchen / Erste Schadensbilanz für die Verbandsgemeinde

Sturm lässt Strommast Funken schlagen

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Tannen liegen auf der Oberleitung im Bereich des Eichstedter Bahnhofs. Der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Magdeburg und Wittenberge musste eingestellt werden. 

kr/ban/tje Arneburg-Goldbeck. Mit zerstörerischer Kraft hat die Naturgewalt des Sturmtiefs „Xavier“ auch auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde teils gewütet – und teils massive Schäden angerichtet.

So hatte ein 46-Jähriger Donnerstagnachmittag an der Kreuzung Groß Ellingen einen Schutzengel an Bord seines Alfa Romeo, als durch heftigen Wind ein Baum auf das Auto gestürzt ist, der Fahrer aber wie durch ein Wunder unverletzt blieb.

Mit einem mutmaßlich kostenintensiven Schaden an ihrem Dach muss sich eine Arneburger Familie auseinandersetzen. Orkanböen hatten einen Baum an der Staffelder Straße am Rand der Elbestadt entwurzelt. Ein Berge-Unternehmen musste zu Hilfe gerufen werden.

Einen mutmaßlich kostenintensiven Schaden an ihrem Dach muss eine Familie in Arneburg beheben lassen. Orkanböen hatten an der Staffelder Straße am Rande der Elbestadt einen Baum entwurzelt, der dadurch auf das Wohnhaus gestürzt ist. „Wir haben nach der Lageerkundung entschieden, dass hier nur schwere Technik helfen kann und ein Berge-Unternehmen zu Hilfe gerufen“, schildert Einsatzleiter Ronny Hertel der AZ. Den Angaben des Arneburger Stadtwehrleiters zufolge wurde der Baum angehoben und auf einer gegenüberliegenden Freifläche abgelegt.

Mit der Technik eines Ratsmitglieds aus Eichstedt hat die Uchtegemeinde sturmbedingte Hindernisse aus dem Weg geräumt.
Großgewachsene Bäume knickten um wie Streichhölzer: Die Feuerwehr Arneburg macht die Stendaler Straße frei.

Mehrere Bäume lagen auch auf der Stendaler Straße, der Landesstraße 16, auf der Bahnhofstraße sowie im gesamten Stadtgebiet Arneburgs. Die Kameraden rasten von Einsatzort zu Einsatzort. So war für die Zeit der Beräumung des Baums auf der Stendaler Straße diese für kurze Zeit voll gesperrt. So arbeiteten die ehrenamtlichen Kräfte Einsatz für Einsatz ab, bis in den Abendstunden alle umgestürzten Sturmfolgen beseitigt waren.

Einsatz für Einsatz arbeiteten ehrenamtliche Kräfte der Arneburger Feuerwehr ab. Die Truppe hatte bis in den späten Abend alle Hände voll zu tun.

Auch in der Uchtegemeinde Eichstedt wütete das Sturmtief. Eichstedts Feuerwehr wurde 15.30 Uhr mit der Sirene alarmiert. Elf Kräfte waren mit Motorsägen im Einsatz, um Wege und Straßen ringsum Eichstedt von umgestürzten Bäumen zu befreien. Dabei leistete Gemeinderatsmitglied Fritz Holtz mit seinem Traktor technische Hilfe. Gegen 22.09 Uhr schlug im Ortsteil Baumgarten ein Strommast Funken. Eichstedter Feuerwehrkräfte mussten die Einsatzstelle absichern. Auch zwei prächtige Bäume am Plattenweg von Eichstedt nach Baben fielen durch Xaviers Kraft einfach um.

Auf dem Plattenweg zwischen Eichstedt und Baben fielen zwei prächtige Bäume.

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