Vereinschef sieht Krise überwunden / Nach 20 Jahren bundesweit aktiver

Sternreiter wieder fester im Sattel

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Eike Trumpf auf dem Reiterhof seines Bruders Uwe. Er selbst besitzt Warmblüter und Lewitzer. 

Hohenberg-Krusemark – „Der Verein ist keineswegs tot“, beteuert Eike Trumpf gegenüber der AZ. Im Gegenteil, der ambitionierte Interessenverband „Sternreiten in der Altmark“ sitze sozusagen fester denn je im Sattel und wolle die Arbeit im 20. Jahr seines Bestehens wieder deutlich verstärken.

Auch Trumpfs Gutshaus (Pension) ist Teil des Netzwerks.

Nach einer juristischen Auseinandersetzung um Beiträge einer früheren Mitgliedsgemeinde seien der Kopf aller und die finanziellen Wege wieder frei. So treten die Altmärker nun auch offiziell der Bundesarbeitsgemeinschaft „Urlaub mit dem Pferd“  bei. Trumpf erhofft sich davon eine starke überregionale Werbetrommel und einen Schub nach vorn.

Über ein gefördertes Pilotprojekt von 1997 bis 2000 konnten zahlreiche Wege hergerichtet und mit Schildern und Schutzhütten versehen werden. Vieles davon zerfällt zusehends. „Die Gemeinden vergessen immer noch, dass ihnen mit dem Projektende alles übergeben worden ist“, wehrt sich der frühere Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck gleich gegen mögliche Kritik. 1.600 Kilometer sind in der Region über den Verein kartiert. Bereitbare Wege in der Altmark gebe es natürlich viel mehr. Trumpf schätzt deren Länge auf insgesamt bis zu 12.000 Kilometer.

„Wanderreiten boomt und wird weiter zulegen“, ist der 55-Jährige im Gespräch mit der AZ überzeugt. Wie das Jubiläum des 1999 aus der Taufe gehobenen Vereins in den nächsten Monaten gefeiert wird, ist noch offen. Mehr als ein Dutzend Reiterhofbesitzer, Hoteliers und andere Anbieter von Reiturlauben haben sich zusammengeschlossen.

Zum festen Stamm gehören: Hassel, Hohenberg-Krusemark, Arneburg und der komplette Elb-Havel-Winkel. Der Vater zweier Kinder sieht das Wanderreiten in der Region auf dem richtigen Weg. Erst vor ein paar Tagen präsentierte sich der Verein auf der Grünen Woche in Berlin.

VON MARCO HERTZFELD

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