20 000 Euro Schaden durch Feuer in Scheune / Grundstück steht zum Verkauf / Vier Feuerwehren im Einsatz

Spur des Feuerteufels verliert sich am Arneburger Friedhof

Nach drei Monaten Pause hat sich in der Arneburger Brandserie am Montagmorgen an der Stendaler Straße das 13. Feuer seit Weihnachten ereignet.
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Nach drei Monaten Pause hat sich in der Arneburger Brandserie am Montagmorgen an der Stendaler Straße das 13. Feuer seit Weihnachten ereignet.

Arneburg – Beim 13. Feuer seit Weihnachten in der Brandserie in und um Arneburg ist am Montagmorgen mitten im Wohngebiet an der Stendaler Straße nach Angaben des Polizeireviers Stendal ein Schaden von etwa 20 000 Euro entstanden. Zum Einsatz kam ein Spürhund der Polizei.

Wie an der Brandstelle zu erfahren war, verlor sich die Fährte allerdings in unmittelbarer Nähe nahe des Arneburger Friedhofs am Bürs.

Kräfte der Polizei sollen unbestätigten Berichten zufolge an der Brandstelle eine verdächtige Flasche gesichert haben, bei der es sich mutmaßlich um einen Brandbeschleuniger gehandelt haben könnte. Der eingesetzte Fährtenhund habe erst vor Kurzem an der Überführung eines Brandstifters in der Westaltmark mitgewirkt, erfährt die AZ vor Ort. Die Ursache des Feuer sei jedoch noch unklar, teilt Polizei-Sprecherin Tanja Köhnke am Nachmittag mit. Die Kripo ermittele.

Der Alarm hatte die ehrenamtlichen Feuerwehrleute um 4.11 Uhr aus den Betten geholt. Erneut war es in der mutmaßlichen Serie zu einem Brand zu nächtlicher Zeit gekommen. In Flammen stand dieses Mal eine leer stehende Scheune. Das betreffende Grundstück stehe auf Internetportalen zum Verkauf, berichten Nachbarn. Den Einsatz hat Arneburgs Stadtwehrleiter Ronny Hertel geleitet. Vor Ort tätig waren auch Kräfte der Wehren Hohenberg-Krusemark, Schwarholz, Eichstedt und Sanne. Einen Eindruck vor Ort hat sich auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau (parteilos) gemacht.

Weil es für die Einsatzkräfte zu gefährlich gewesen sei, in das in Vollbrand befindliche Gebäude vorzudringen, orderten die Verantwortlichen einen Bagger zu Hilfe. Mit dem Gerät wurden Glutnester entfernt. Weil das Gebäude nicht zu retten gewesen sei, aber von ihm eine Gefahr für die Umgebung ausgegangen sei, wurde entschieden, die Scheune abzureißen.

Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe des bislang letzten Feuers dieser Serie. Am 18. Mai hatte eine Lagerhalle am Mühlenberg in Flammen gestanden. Es entstand ein Schaden von etwa 200 000 Euro. Daraufhin hatte der Stadtrat eine Belohnung von 5000 Euro als „Fangprämie“ ausgesetzt, worauf mehr als drei Monate Ruhe herrschte, die Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) damit begründet, dass die „Leute aufpassen“ würden (AZ berichtete). Hinweise zum Täter nimmt die Polizei Stendal unter Tel. (03931) 685 292 entgegen. VON ANTJE MAHRHOLD

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