Grundhafter Ausbau des lang ersehnten Ausbaus der L 2 geht voran

Schwarzdecke statt Steine

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Pflastersteine sind von der Bildfläche verschwunden: Rechtselbisch hat auf der Landesstraße 2 bei Werben eine Schwarzdecke Einzug gehalten. Darauf haben viele lange gewartet.

tje Werben. Auf diese Investition haben große Teile der Bevölkerung des Nordens im Landkreis seit Jahren gewartet: Weit vorangeschritten sind jetzt die Arbeiten für den grundhaften Ausbau der Landesstraße L 2 auf dem Gebiet der weltkleinsten Hansestadt.

Die Piste gilt laut Kreisentwicklungskonzept als „bedeutende Landesstraße“, die aus westlicher Richtung von der Kreisgrenze im niedersächsischen Lüchow-Dannenberg über Pollitz und Seehausen in der Ostaltmark ins ostelbische Havelberg mit Anbindung an die L 17 nach Strodehne verläuft. Mit der aus dem Süden der Verbandsgemeinde führenden L 16 bildet die Strecke eine wichtige Verkehrsader von Arneburg nach Werben – mitten in einem Gebiet, das Verkehrsplaner als „einen der größten Räume Deutschlands mit dem höchsten Erreichbarkeitsdefizit“ kategorisiert haben.

Seit Anfang September sind die Bautrupps in Aktion. Es verschwinden alte Pflastersteine. Rechtselbisch ist in den vergangenen Tagen die Schwarzdecke nahe des Elbdeichs aufgebracht worden. Voraussichtlich bis Mitte Dezember sollen der Abschnitt vom Räbeler Deich bis zum Fährlager und parallel dazu auf der östlichen Elbseite der Abschnitt zwischen Havelberger Deich und Mühlenholz, Höhe Sportplatz, grundhaft saniert werden.

Das Land Sachsen-Anhalt investiert in die Baumaßnahme nach Angaben des Verkehrsministeriums rund 800 000 Euro. Das Geld fließt aus dem Hochwasserprogramm. 2018 sollen die beiden Fähranleger und das restliche Teilstück ostelbisch vom Deich bis an den Fähranleger saniert werden, teilt das Ministerium mit.

Mit den Straßenbauarbeiten zeitlich einhergeht die turnusmäßige Landrevision der Fähre Räbel (AZ berichtete). Die Instandsetzung des Verkehrsmittels erfolgt in der Werft in Havelberg. Zuletzt hatten bei den Arbeiten Rostnester am Rumpf der Fähre für Mehraufwand gesorgt, wie der am 19. November abgewählte Ex-Bürgermeister von Werben, Wolfgang Tacke, berichtet hat.

Die Sanierung der L 2 zwischen Werben und Räbel befindet sich nach Angaben des Regionalbereichs Nord der Landesstraßenbaubehörde „noch in Planung“. Ein Verantwortlicher erklärte zuletzt, dass diese Ausbauarbeiten aber im nächsten Jahr zum Abschluss kommen sollen.

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