Kämmerin rechnet mit leichtem Verlust

Rücklagen gleichen Haushalt aus

Der Marktplatz ist das Zentrum der Hansestadt Werben
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Für das laufende Jahr kalkuliert die Hansestadt Werben mit einem leichten Minus im Haushalt, was jedoch durch eine Rücklage von über 700 000 Euro ausgeglichen werden kann.
  • Tobias Henke
    VonTobias Henke
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Mit einer Gegenstimme hat der Stadtrat der Hansestadt Werben am Dienstagabend den Haushalt für 2022 beschlossen. Großer Diskussionsbedarf bestand nicht mehr, was daran lag, dass die Haushaltslesungen bereits im Vorfeld erfolgt waren (die AZ berichtete). Änderungen im Detail gab es trotzdem, etwa durch die Aufnahme zweier Sperrvermerke. Dana Hoedt, Kämmerin der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, fasste das umfassende Zahlenwerk noch einmal kurz und prägnant zusammen und machte auf einige Eckpunkte aufmerksam.

Werben – So wird für 2022 aktuell mit einem Fehlbetrag von 122 000 Euro kalkuliert. Erträgen von 2 197 600 Euro stehen Ausgaben von 2 31 9600 Euro entgegen. Betrachtet man diese Ausgaben isoliert, „würde dann die Haushaltskonsolidierung drohen“, erklärte Hoedt. Da die Hansestadt Werben jedoch über Rücklagen verfügt, werde die Stadt es auf jeden Fall vermeiden können, in die Konsolidierung zu rutschen, womit jeder Haushalt durch die Kommunalaufsicht genehmigt werden müsste. Die Kämmerin verwies außerdem darauf, dass die Zahlen häufig von der Planung abweichen würden und führte den Haushalt für 2021 an, der in der Planung ein Defizit von rund 76 000 Euro vorsah, aber am Ende voraussichtlich mit einer schwarzen Null abgeschlossen werde. Dasselbe sei auch für dieses Jahr möglich. Auf der Nachfrage der AZ zu den Haushaltsplänen bedauerte Bürgermeister Bernd Schulze, dass in diesem Jahr zum dritten Mal die Absage des Pferdemarktes in Havelberg drohe, der jedes Jahr viele Besucher in die Region lockt. „Das bedeutet für uns in jedem Jahr einen Verlust von rund 25 000 Euro“, verdeutlicht Schulze die Größenordnung, um die es geht. Auf Nachfrage von Wolfgang Trösken (Freie Stadträte) entschloss sich das Gremium dazu, die geplanten Sanierungen in der Altstadt ebenso wie die Modernisierung des Campingplatzes mit einem Sperrvermerk zu versehen. In beiden Fällen sind bei der Finanzierung noch Details zu klären, bevor die Arbeiten beginnen können. Bevor die entsprechenden Finanzmittel freigegeben werden können, muss der Stadtrat die Sperrvermerke aufheben.  

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