Bau soll ab Frühjahr 2021 gründlich saniert werden

Rochauer Mehrzweckhalle: 400.000 Euro für den „Nachrücker“

Auf dem Dach, das aus Asbest besteht, ist eine Solaranlage geplant.
+
Auf dem Dach, das aus Asbest besteht, ist eine Solaranlage geplant.

Rochau – Als „Nachrücker“ hat es die Mehrzweckhalle der Faschingshochburg als eines von insgesamt sechs Vorhaben der Ost- und Westaltmark in die Leader-Prioritätenliste 2020/2021 der Lokalen Aktionsgruppe „Mittlere Altmark“ (LAG) geschafft.

Baustart für die bereits aber seit vielen Jahren erwünschte Generalkur am Flachbau aus DDR-Zeiten wird aber erst im kommenden Jahr sein.

Voraussichtlich nach dem Ende der 56.  Session der Rochauer Carnevals Gemeinschaft (RCG), die ein Hauptnutzer des von 1973 bis 1976 erbauten Objekts ist, sollen die Arbeiten starten. Eine Inschrift auf der Außenhaut weist die Bauzeit aus.

Seit vier Jahren gibt es in der Halle keinen Schulsport mehr.

Schon vor vier Jahren hatte die Förderampel auf Grün gestanden. Seinerzeit aber hemmte eine von der Investitionsbank geforderte Bescheinigung den Start der Hallenkur, weil der Betrieb des Objekts für das Fließen von öffentlichen Zuschüssen als „nicht kommerziell“ deklariert werden sollte.

In der Halle fiel durch die Schließung der benachbarten Grundschule im Sommer 2016 eine Nutzung durch Schulsport weg. Auftritte gibt es aber schon seit mehr als 20 Jahren auch durch die ebenfalls benachbarte Kindertagesstätte „Flohkiste“, die dort regelmäßig einen Familiennachmittag veranstaltet. Auch Tischtennisspieler des SV Rochau trainieren in der Halle, die dank des Begleichens eines Versicherungsschadens für rund 70 000 Euro frisch mit einem neuen Boden ausgestattet worden ist.

Im Januar hat sich das Objekt als passender Austragungsort für Arneburg-Goldbecks Neujahrsempfang präsentiert und erst im Mai tagte dort, coronabedingt, der Verbandsgemeinderat.

Für rund 400 000 Euro soll die Halle voraussichtlich ab 2021 mit einer neuen Dämmung, Heizung, Innendecke und Elektrik ausgestattet werden. 70 Prozent der Kosten sollen aus dem Leader-Topf fließen. Auf dem Dach, das aus Asbest besteht, ist eine Solaranlage geplant, für die bereits das Angebot eines Unternehmens vorliege. Bis 1. September muss der Förderantrag eingereicht sein.

VON ANTJE MAHRHOLD

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare