Arbeiter verbreitern Straße und tragen Asphalt auf

Richtung Fähre Räbel: Land macht zum Elbeort klar Schiff

Erste Baken stehen noch in Werben selbst und außerhalb folgen weitere in Richtung Räbel.
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Erste Baken stehen noch in Werben selbst und außerhalb folgen weitere in Richtung Räbel.

Werben – Wer diese Piste im Nordosten des Landkreises nicht kennt, könnte sie als Landesstraße nicht sonderlich ernst nehmen. Die Fahrbahn besteht zu großen Teilen aus Pflasterstein, alles ist schmal und rumpelig. Nun soll vieles anders werden. Die Baumaschinen rollen.

Der normale Verkehr muss andere Wege nehmen. Die Landesstraße   2 zwischen Werben und Räbel wird die nächsten Wochen und Monate ausgebaut.

Das bedeutet vor allem: Die Straße soll durchgehend auf fünfeinhalb Meter verbreitert werden. Der annähernd 1,2 Kilometer lange Streckenabschnitt werde „grundhaft in Asphaltbauweise erneuert“, heißt es aus dem Verkehrsministerium in Magdeburg. Das Land Sachsen-Anhalt investiert in dem Gebiet knapp 600 000 Euro.

An dieser Stelle sind erste größere Arbeiten zu erledigen. Die Kollegen erneuern mit schwerer Technik Durchlässe und Übergänge entlang der Straße. Immer mehr Baugeräte rollen zwischen Werben und Räbel.

Am Montag vergangener Woche hatten vorbereitende Arbeiten begonnen, der normale Ablauf eben. Minister Thomas Webel (CDU) meldete sich über eine Pressemitteilung in der Altmark zu Wort und ließ wissen, dass das Geld für die Maßnahme aus dem Programm zur Beseitigung der Hochwasserschäden von 2013 stamme. So richtig los legen die Bauarbeiter zwischen Werben und dem Ortsteil Räbel in dieser Woche. Die Frischekur für die Piste soll bis Mitte Dezember andauern, wenn denn alles reibungslos läuft.

Die Vollsperrung war für diesen Montag angekündigt. Die L  2 ist nicht zuletzt für Menschen wichtig, welche die Fähre Werben in Räbel nutzen. Sie bleibt auch während der Bauarbeiten in Betrieb. Die Fähren-Tonnage der mitzuführenden Fahrzeuge ist seit dieser Woche, wie bereits gemeldet, mit Blick auf die Umleitungsstrecke auf siebeneinhalb Tonnen begrenzt. Ausgenommen davon sind landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Der Straßenverkehr zwischen Havelberg, Räbel und Werben wird über zwei Umleitungen geführt. In Richtung Havelberg ist die Umleitung von der L 16 in Behrendorf über die K 1066 nach Berge ausgeschildert. Von Berge aus wird der Verkehr am Kreuzungsbereich weiter in Richtung Werben geleitet. In östlicher Richtung schließt ein mit Spurbahnen ausgebauter Wirtschaftsweg an, der in Räbel an einer unbefestigten Gemeindestraße endet. Sie bindet wiederum an die L  2 an, die einen direkten Anschluss zur Fähre herstellt.

In Richtung Werben verläuft der Verkehr laut Ministeriumssprecher Peter Mennicke von der Fähre zunächst uneingeschränkt durch Räbel. Eine Umleitung erfolgt dann über den Wirtschaftsweg Westermannshof. Dieser endet am befestigten Wirtschaftsweg zwischen Berge und Werben. Von dort wird der Verkehr schließlich in Richtung Werben und zur L 16 über den Wirtschaftsweg Große Wässerung geführt. VON MARCO HERTZFELD  

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