Vorsitzender Lutz Homann: Verein setzt sich nicht ins gemachte Nest

Pläne für Hafen in Werben: Alter Anleger kann Geld bringen

Der alte Bootsanleger im Buhnenhaken. Im Hintergrund ist die Hansestadt Werben zu sehen.
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Der Bootsanleger soll einem neuen weichen. Die alte Konstruktion ist für gewöhnliche Sportboote oder Kanus viel zu hoch und kann von diesen nicht genutzt werden.
  • Stefan Hartmann
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Der Werbener Hafen soll neue Bootsanleger bekommen. Die Stadträte wittern Möglichkeiten Geld zu sparen.

Werben – Die Pläne um die Erneuerung des Bootsanlegers in Werben sorgen weiter für Diskussionen. Lutz Homann, Stadtratsmitglied (UWG Werben) und Vorstandsvorsitzender des Hansesportboot-Vereins Werben/Elbe, verteidigte das Vorhaben gegen die in der vorherigen Stadtratssitzung von Mitglied Michael Schnelle (CDU) geäußerten Bedenken. Dieser hatte mit mehreren Anträgen versucht, den Grundsatzbeschluss zur Erneuerung des Bootsanlegers zu vertagen (AZ berichtete). Grund dafür war, dass er sich nicht ausreichend über die Sachlage informiert fühlte, um darüber abzustimmen. „So neu ist das nicht“, erklärte Homann, schließlich sei die Idee bereits 2020 im Stadtrat thematisiert worden.

Stadtratsmitglied Gerd Flechner interessierte sich für die Möglichkeiten, wie unter Umständen bei dem Projekt noch Geld gespart werden könnte. „Wir könnten versuchen, den alten Schiffsanleger zu verkaufen. Gibt es dafür noch etwas?“, erkundigte er sich. Genaue Informationen konnten weder Wolfgang Trösken (Bündnis für eine kompetente Verwaltung), der in Abwesenheit des Bürgermeisters Bernd Schulze die Sitzung leitete, noch Homann auf die Schnelle geben. Angedacht wurde der Verkauf des alten Bootsanlegers bereits im Konzept des Sportbootvereins. Der Erlös soll diesem zur Folge der Stadt zugutekommen. Sicher sei jedoch, dass der Rückbau nur mit schwerem Gerät möglich sei. Ob sich ein Käufer finde, müsse gesehen werden. Aber selbst im Fall einer Verschrottung gebe es noch ein wenig Geld, erklärte Homann. Klar sei jedoch, dass der Rückbau in den Plänen mit bedacht wurde. 5390 Euro sind im Ausgabenplan dafür mit verzeichnet und damit im Fördermittelantrag enthalten. Auch, ob gegebenenfalls gebrauchte Teile für die Neuerrichtung genutzt werden könnten, warf Flechner als Frage auf. Eine Option, die auch davon abhängt, ob es passende Teile auf dem Gebrauchtmarkt gibt.

Vorgesehen seien momentan Anliegemöglichkeiten für zehn Boote sowie Ein- und Ausstiegsplätze für Kanus. „Wir wissen noch nicht, aus welchem Material die Anleger bestehen“, sagte Homann. Denkbar seien Elemente aus Plastik oder Alustege mit Holzbelag. Der Kritik Schnelles, dass sich der Verein mit der Anlage, die von der Stadt bezahlt wird, ins gemachte Nest setze, entgegnete Homann, dass es sich nicht um eine Anlage für den Verein handele. Sie sei für Jedermann zugänglich und die Vereinsboote dürften dort nicht liegen. Der Verein kümmere sich dennoch laut Vereinbarung um Bewirtschaftung und Pflege.

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