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Moped-Jugend hat Schutzbedürfnis

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Von: Antje Mahrhold

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Vatertag im Spreewald
Platz für Moped-Fahrer am Fahrradständer wünschen sich Goldbecker Sekundarschüler. © Patrick Pleul

Goldbeck – Für die schulpflichtige Mopedfahrer-Jugend des ländlichen Raums hat sich Bernd Schulze (Freie Fraktion) im jüngsten Verbandsgemeinderat eingesetzt.

Mit seiner Anfrage will der Bürgermeister aus Werben erreichen, dass auf dem Pausenhof der Goldbecker Sekundarschule „Geschwister Scholl“ Abstellplatz für die Schüler geschaffen wird, die anstatt im Schulbus lieber individuell mit ihren motorisierten Zweirädern anreisen.

Dem Stadtoberhaupt aus dem hohen Norden Arneburg-Goldbecks gehe es mit seinem Vorschlag nicht zuletzt auch um einen Familienangehörigen. So habe Schulzes Enkel davon berichtet, dass auf dem Schulgelände an der Friedrich-Ebert-Straße zwar ein relativ großer Fahrradunterstand existiere, dass in diesem meist aber nur „sechs oder sieben Fahrräder“ stehen würden, wie das Ratsmitglied an dem Abend Anfang der Woche in der Rochauer Mehrzweckhalle geschildert hat.

Sekundarschule Goldbeck
Sekundarschule Goldbeck.jpg © Landkreis Stendal

Demnach gebe es ausreichend Platz für die Vehikel der älteren Schüler. Diese parken ihre Fahrzeuge bislang in der Umgebung der Bildungsstätte. Dort gebe es allerdings keinen Schutz vor Wind und Wetter und auch wenig Handhabe gegen Diebstahl als dies auf dem Schulgelände der Fall sein könnte.

Nachdem die jungen Moped-Fahrer bei Verantwortlichen der Goldbecker Sekundarschule bereits erfahren hätten, dass ein Parken am Fahrradständer auf dem Pausenhof nicht möglich sei, sieht sich Schulze in der Pflicht, für den mobilen Nachwuchs einzutreten. Den Jugendlichen sei erklärt worden, dass „eine Versicherungsfrage“ der Grund sei, warum das Parken für Mopeds auf dem Schulhof nicht erlaubt werde, wandte sich der Großvater in der Sitzung an Arneburg-Goldbecks obersten Verwaltungschef.

Er werde versuchen mit Schulzes Goldbecker Amtskollegen, Christian Masche, „eine Lösung“ für den Park-Wunsch der motorisierten Sekundarschüler zu finden, versicherte Verbandsgemeinde-Bürgermeister René Schernikau (parteilos) noch in der Sitzung. Welche Meinung Schulleiterin Ramona Reck zu dem Mopedfahrer-Anliegen hat, erfährt die AZ weihnachtsferienbedingt frühestens ab 10. Januar.

Sollte die Direktorin grünes Licht erteilen, gilt für die jungen Motorisierten beim Befahren des Schulhofs zum Parken wie für Autofahrer auch laut Paragraf 1 Straßenverkehrsordnung Obacht in besonderem Maße. Demnach müssen die Mopedpiloten mit Vorsicht und Rücksichtnahme agieren, damit Goldbecks Fünft- bis Zehntklässler nicht gefährdet werden.

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