Goldbeck freut sich über gute Nachricht aus dem Finanzministerium / Entwurf stammt aus dem Jahr 2013

Neubau-Plan nach vier Jahren spruchreif

Neben der Sekundarschule „Geschwister Scholl“ (l. im Bild) soll Goldbecks neue Grundschule entstehen. Der Entwurf ist über vier Jahre alt. Das Geld aus Magdeburg birgt Konfliktpotenzial, denn auch in Arneburgs Grundschule soll gebaut werden.

tje Goldbeck. Auf diese Nachricht hat Torsten Dobberkau über vier Jahre gewartet: Als eines von landesweit 19 Bauvorhaben in Orten Sachsen-Anhalts, die weniger als 10.000 Einwohner haben und auf Fördergeld setzen, ist der Neubau der Grundschule Goldbeck vom Magdeburger Finanzministerium kurz vor Weihnachten ausgewählt worden.

„Die Gemeinde wird in der nächsten Zeit ihren Förderbescheid erhalten“, kündigt der Sprecher von Finanzminister André Schröder (CDU) an.

Fast 1,5 Millionen Euro sollen an die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck für den Ersatzbau überwiesen werden. Über die Verbandsgemeinde soll die Finanzierung abgewickelt werden, auf den Cent genau fließen den Angaben zufolge 1.476.348,29 Euro. Mit dem Neubau wird das sanierungsbedürftige Gebäude an der Alten Dorfstraße aufgegeben, denn der Neubau entsteht an der Friedrich-Ebert-Straße in direkter Nachbarschaft zum Gebäude der Sekundarschule „Geschwister Scholl“ und gegenüber der Turnhalle, womit dort in der Uchtegemeinde ein Bildungs-campus namens „Schulzentrum Goldbeck“ entstehen soll.

Für diesen hat sich Bürgermeister Dobberkau schon im November 2013 vehement ins Zeug gelegt, nachdem die Verbandsgemeinde wegen Streit und juristischer Klagen gegen die Wahl des höchsten Parlaments unter der Führung eines Beauftragten gestanden hatte und um den Verbleib von drei der vormals sieben Grundschulstandorte gerungen wurde (AZ berichtete). Schon damals hatte Goldbecks Gemeindeoberhaupt auf die Baufälligkeit der Bildungsstätte im Uchtedorf hingewiesen, die er schon seinerzeit im AZ-Gespräch als den „Johannes Heesters“ unter den Verbandsgemeindeschulbauten in Pension schicken wollte. Mittlerweile hat die Goldbecker Schule aber schon 117 Jahre auf dem Buckel.

Weil die Finanzierung des Kredits für Goldbecks Eigenanteil am Bauvorhaben über die Verbandsgemeinde laufen soll, steckt in der Magdeburger Finanzzusage womöglich Konfliktpotenzial – da bekanntlich innerhalb des Gebiets neben der Stadt Arneburg auch die Gemeinde Iden mit Schulbauplänen hegt.

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