Klangpädagogen aus der Landeshauptstadt begeistern Dritt- und Viertklässler für Ton und Text

„Musikmachen ist wie backen“

Im Nebenzimmer wurde eine Band gegründet und Musik aus dem Fass erklang.

Arneburg. Mit Profis des Musikalischen Kompetenzzentrums aus der Landeshauptstadt sind die Dritt- und Viertklässler der Grundschule Arneburg bestens melodisch in die Herbstferien gestartet.

„Es gab ein Herbstprojekt zu den Themen Wald und Musik“, berichtet die Bildungsstätte der AZ. So befassten sich die Mädchen und Jungen in den ersten beiden Unterrichtsstunden zunächst an verschiedenen Stationen in altersgemischten Gruppen mit Bäumen, Früchten und Tieren. Außerdem lösten sie ein Quiz-Würfelspiel.

Parallel dazu gab es in der Turnhalle an der Staffelder Straße jede Menge Stimmung bei Staffelspielen, die unter dem Motto „Rund um die Kastanie“ standen. Dabei galt es, mathematische Grundaufgaben zu lösen, was mit Schnelligkeit und Geschicklichkeit kombiniert wurde. „Mit viel Spaß uns Tempo ging es richtig zur Sache“, schildert eine Verantwortliche der Arneburger Schule. Auch ein Igel aus Salzteig ist entstanden, womit sich die Drittklässler ab der dritten Stunde beschäftigt hatten. „So kam auch die kreative Seite nicht zu kurz“, resümiert eine Beteiligte.

Mit den Zutaten Melodie, Text, Thema, Tempo, Rhythmus und Akkord schrieben die Viertklässler einen eigenen Song.

Einen Musik-Workshop der Extraklasse durften die Viertklässler erleben. Junge Musiker waren extra aus Magdeburg angereist, um die Mädchen und Jungen für die Zauberwelt der Musik zu begeistern. So bastelten Danny Priebe und Jürgen Schienemann aus den Ideen der Viertklässler spontan einen eigenen Song. „Man stellt sich das vor wie Kuchen backen. Aus den Zutaten Melodie, Text, einem guten Thema, dem richtigen Tempo, mit viel Rhythmus und den passenden Akkorden entsteht eine harmonische Struktur. Fasziniert folgten die Kinder den beiden Musikern und so ganz nebenbei entstand ein Song“, berichtet eine begeisterte Pädagogin über das Projekt.

In einem anderen Raum machte Gregor Schienemann mit den Kindern „Musik aus dem Fass“. Er hatte eine Menge Instrumente dabei und lud die Kinder ein, eine musikalische Reise von Arneburg nach Hamburg zu unternehmen. Da gab es unterwegs Windgeräusche, das Rauschen des Meeres, das Schlagen der Turmuhr und auch die Durchsagen auf dem Bahnhof. Jedes Kind hatte „seine“ Geräusche und alle zusammen ließen ein Klangerlebnis entstehen, als wäre man tatsächlich unterwegs. „Die Kinder waren beeindruckt und hatten eine Menge Spaß“, heißt es im Resümee der elbstädtischen Bildungssstätte.

Sogar eine neue Band wurde gegründet, was unter Anleitung von Guido Käpernick geschehen ist. Der Puls der Band ist der Beat und so klatschten und stampften die Kinder zuerst den Rhythmus, bevor sie an den mitgebrachten Instrumenten zeigen konnten, was sie gelernt haben. Die kleinen Musiker spielten Bass-Gitarre, Trommel, Keyboard und Drums wie echte Könner. Das hätten sie selbst nicht gedacht. „Schade, dass dieser tolle Tag so schnell zu Ende war“, bedanken sich Schüler und Lehrer für die Erlebnisreise in die Welt der Musik.

Von Antje Mahrhold

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zu diesem Artikel