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Musiker geht neue Wege

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Von: Tobias Henke

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max heckel vor dem geplanten Anbau im Goldenen Anker
Noch ist von dem geplanten Anbau nichts zu sehen. Max Heckel zeigt in Richtung jenes Teils des Grundstückes, auf dem ein Anbau entstehen soll. © Henke, Tobias

Musiker Max Heckel treibt die Pläne für den Goldenen Anker in Arneburg voran. Er hatte das Hotel-Restaurant gekauft und möchte es zu einem kulturellen Begegnungszentrum ausbauen. Der reine Gastronomiebetrieb rückt zunächst einmal in den Hintergrund. Übernachtungsmöglichkeiten soll es schon ab März geben, bevor dann, falls alles wie geplant läuft, im September der Kulturbetrieb losgehen kann, für den bis dahin ein Anbau errichtet werden soll.

Insgesamt sechs buchbare Zimmer sollen ab März Touristen zur Verfügung gestellt werden. Das Besondere: Es handelt sich dabei um Mottozimmer, die eine ganz bestimmte Atmosphäre verbreiten, wie etwa das nach dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes benannte „Holmes-Zimmer“, das eher dunkel gehalten ist. Zumindest einen Anflug von Ostalgie kann man im Zimmer Sonnenallee genießen.

Herzstück ist jedoch der zehn mal 20 Meter messende, geplante Anbau im Außenbereich, in dem unter anderem eine Bühne für regelmäßige Auftritte aufgebaut wird. „Ich könnte mir hier sehr gut regelmäßige interreligiöse Veranstaltungen vorstellen“, so der Frontmann der Band Nobody knows. „Es wäre schön, hier Menschen zusammenzubringen, unabhängig davon, wie sie politisch ticken.“ Auch an Veranstaltungen für Kinder denke er. Und apropos Kinder: Der Familienvater sieht bei allem Risiko, was das Vorhaben mit sich bringt, auch einen Vorteil, der ihm besonders wichtig ist. „Ich möchte nicht mehr 100 Auftritte im Jahr haben.“ Natürlich sei es familienfreundlicher, regelmäßig an einem zentralen Ort auftreten zu können.

Dankbar ist Heckel, dass er schnell eine Bank gefunden habe, die ihn bei seinen Pläne unterstütze. Er lote auch Fördermöglichkeiten aus, doch die Anforderungen seien recht kompliziert. Auch die Denkmalschutzbehörde sei noch nicht mit im Boot. Bei einem Rundgang durch das Gelände mit der AZ weist Heckel auf den Umstand hin, dass der Anbau auf eine Anhöhe entsteht und nicht auf beiden Seiten gleich hoch sein wird. Er hoffe, dass die Behörden dabei mitspielen.

Ein Teil des Goldenen Ankers ist inzwischen auch Wohnort des Musikers samt seiner Familie. Etliche Renovierungsarbeiten, zumindest solche, wo man keine Fachkraft brauche, habe er gemeinsam mit Freunden selbst übernommen. „Die habe ich wohl“, meint der Musiker auf die Frage, ob er eine Affinität zu handwerklichen Tätigkeiten habe.

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