Erweiterte Neuauflage „Wissen der Region“ erstmals in Werben erleben

Manuskript geht auf Tour: Autoren lesen für Bestseller

+
Arneburgs Gänseliesel kann auch in einer Stadtbauern-Familie groß geworden sein. Was sie als flötende Hüterin von Hausgänsen erlebt hat, ist buchreif, wie die sieben neuen Geschichten der Neuauflage von Band eins des Werks „Wissen der Region“.

Arneburg-Goldbeck. Ein Manuskript geht jetzt auf Tour: Grund ist, dass die Finanzierung der Zweitauflage des Heimatgeschichten-Bestsellers „Wissen der Region“ zwölf Jahre nach Ersterscheinung weiterhin offen ist.

2005 war Band eins „Arneburg – Goldbeck – Werben und Umland“ von Schriftsteller Werner Brückner verfasst worden. Ein Sponsor übernahm 75 Prozent der Kosten, während der für die Reihe verantwortliche Kulturförderverein „Östliche Altmark“ für die 1000 Exemplare 12 000 Euro bezahlt habe, wie Projektverantwortlicher Dr.  Wolfgang Haacker zuletzt im November 2015 im Verbandsgemeinderat informiert hatte.

Damit all die neuen Geschichten der insgesamt 32 Mitautoren nun aber nicht mehr nur druckreif in der Schublade liegen, haben die Vereinsaktiven eine Lesungsreihe organisiert. Auftakt für die öffentliche Vorstellung neuer heimathistorischer Details aus den Orten der Verbandsgemeinde werde am Sonnabend, 16. September, in der Salzkirche in Werben sein, kündigt Haacker im AZ-Gespräch an. Weitere Veranstaltungsorte werde es unter anderem in Goldbeck, im Gutshaus Krusemark und auch in Arneburg geben. Über die Einzelheiten will der Verein rechtzeitig informieren, verspricht der Projektverantwortliche.

Geplant sei es, dass die Autoren der neuen Beiträge ihren Part zum überarbeiteten Band vor Publikum vortragen werden. Sieben neue Kapitel handelten allein von der Elbestadt Arneburg, verrät Haacker. So werde es einen Beitrag geben, der das frühere Leben der Arneburger Stadtbauern zum Inhalt habe, macht das Vereinsvorstandsmitglied neugierig.

Der neue Band eins soll so um etwa 200 Seiten erweitert werden. Für das Material hatten sich Autoren im Namen des Vereins vor zwei Jahren in vielen Orten der Verbandsgemeinde auf Geschichtensuche begeben, die jeweiligen Bürgermeister befragt und viele Anwohner interviewt.

Die vor zwölf Jahren erschienene Erstauflage war bereits kurz nach der Veröffentlichung restlos ausverkauft. Deshalb bitten die Aktiven vom Kulturförderverein auf ihrer Internetseite nun schon über ein Jahrzehnt lang um Verständnis; „Dieser Band ist im Moment leider ausverkauft. Eine Neuauflage ist geplant“.

In der Reihe bislang erschienen sind als Band zwei „Bismark – Kläden und Umland“, „Wischestadt Seehausen und Umland“ als Band drei sowie „Verbandsgemeinde Elb-Havel-Land“ als Band vier, dem vorerst letztem Werk, das zur Bundesgartenschau im April 2015 erschienen ist. Seitdem geplant sei auch ein eigener Band, der das regionale Wissen der Biesestadt Osterburg beinhalten soll, kündigte Haacker seinerzeit im AZ-Gespräch an.

Von Antje Mahrhold

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare