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„Brauchen soziale Medien“

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Von: Tobias Henke

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Soziale Medien werden immer wichtiger als Kommunikationskanäle für Verwaltungen
Über diverse Kanäle können Bürger mit Verwaltungen kommunizieren. Wie lange dies noch über soziale Medien möglich ist, ist noch nicht klar. Datenschützer fordern ein Ende des Angebotes. © Hartmann, Stefan

Laut Verbandsbürgermeister René Schernikau (parteilos) werde es immer schwieriger, die Bürger zu erreichen. Deshalb seien die sozialen Medien für Verwaltungen sehr wichtig. Über diese Thematik hat der Verwaltungschef kürzlich mit dem Stendaler Bundestagsabgeordneten Dr. Marcus Faber (FDP) gesprochen.„Klassische Kommunikationskanäle funktionieren nicht mehr so wie früher“, meinte Schernikau und sagte, dass etwa über das Amtsblatt oder die Internetseite nur wenige Bürger erreicht würden. „Wir brauchen die sozialen Medien“. Informiert wurde etwa auf dem Facebook-Kanal der Verbandsgemeinde kürzlich über die coronabedingten, kurzfristigen Schließungen mehrer Kindertagesstätten.

Goldbeck - Der Bundesdatenschutzbeauftragte und auch mehrere Landesdatenschutzbeauftragte fordern von den Städten und Kommunen, dass sie soziale Medien wie Facebook und Instagram meiden. Der Grund hierfür sind datenschutzrechtliche Bedenken. „Hier geht es vor allem darum, dass die Daten auf Servern in den USA gespeichert werden“, erläuterte Faber.

Schernikau entgegnete, dass er Datenschutz für ein wichtiges Thema halte. Er hofft, dass es hier möglich ist, datenschutzkonforme Regeln zu erreichen. „Sonst erreichen wir die Leute bald nicht mehr“, fügte er an. Die Nutzung sozialer Medien ist für Schernikau allerdings nur ein Teilaspekt einer modernen digitalen Verwaltung. Er wünscht sich, dass es mehr digitale Angebote gibt, und sieht hier den Bund in der Pflicht. „Der elektronische Personalausweis ist ja schön und gut, aber es ist kaum möglich, ihn zu nutzen.“ Ihm falle keine Bundesbehörde ein, bei der das möglich sei.

„Wenn dies möglich ist, dann könnte davon eine Signalwirkung ausgehen, sodass digitale Angebote verstärkt genutzt werden können“, zeigt sich Schernikau überzeugt.

Einig waren er und Faber sich darin, dass noch einiges zu tun sei, um Verwaltungen und Behörden in Sachen Digitalisierung auf den neuesten Stand zu bringen

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