Klein Schwechten bekommt einen Mehrgenerationen-Spielplatz / Rentner-Club will trainieren

„Kuchen gibt’s nach dem Sport“

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Sportlich mit Edelstahl: An einem vor den Blicken Außenstehender möglichst geschützten Ort in der Nähe des Treffpunktes für Rentner aus Häsewig, Ziegenhagen und Klein Schwechten entsteht ein Ort zum Fithalten an der frischen Luft.

Klein Schwechten. „Wir errichten einen generationenübergreifenden Spielplatz“, drückt sich Dirk Zeidler vor den Damen und Herren des Klein Schwechtener Rentner-Clubs bewusst vorsichtig aus.

Das Gemeindeoberhaupt von Rochau will vor den 39 Ostaltmärkern aus Ziegenhagen, Häsewig und Klein Schwechten um deren rührige Ex-Bürgermeisterin Gabriele Andert auf keinen Fall das Reizwort „Seniorenspielplatz“ verwenden. Schließlich hat Zeidler nicht vor, sich den Mund zu verbrennen vor der ebenso rührigen Truppe, die seit 1994 zusammenkommt und im Saal des Klein Schwechtener Feuerwehrdomizils an der Feldstraße einen wohltemperierten Treffpunkt gefunden hat.

Dort ganz in der Nähe soll er entstehen, der neue integrativ ausgerichtete Treffpunkt für ein Dorf, das ziemlich entfernt liegt von seinen größeren Nachbarn Osterburg, Goldbeck und Arneburg und das von seiner zuständigen Hauptgemeinde durch die Trasse der viel befahrenen Bundesstraße 189 getrennt ist. Nicht nur Club-Verantwortliche Andert sehnt die Zeit vor der Gebietsreform zurück, als die drei Dörfer noch eigenständig waren. Für die neue Attraktion hat die Ex-Bürgermeisterin derweil aber schon klare Nutzungsregeln im Kopf. „Kaffee und Kuchen gibt es dann immer erst nach dem Sport“, kündigt die engagierte Lokalpolitikerin an, die für ihren Ort ein Mandat im Verbandsgemeinderat Arneburg-Goldbeck ausübt und dort den Vorsitz im Schul- und Sozialausschuss führt, der das nächste Mal am 21. Februar in Goldbeck tagen wird.

In dem Ort, dessen imposante Kirche aus dem 12. Jahrhundert wegen ihrer Doppeltürme die Blicke an der Dorfstraße auf sich zieht, macht dieser Tage auch eine Neuheit von sich reden, für die Fördergeld aus Brüssel fließt (AZ berichtete). Eine Tagespflege für Hochbetagte bieten in der „Klein Schwechtener Heidestube“ die Schwestern Karsta Büttgen, Margrit Schröder und Sandra Ryll. Das Trio hat sich und sein Angebot an dem Nachmittag dem Rentner-Club vorgestellt.

Von Antje Mahrhold

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