„Das hast du verdient“

Kreisjugendschützenkönigin lässt sich im Verwaltungsamt Goldbeck ausbilden

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Lisa Ratajski hat gut lachen: „Du hast Eichstedt wieder groß gehalten“, lobt sie der Chef ihres Schützenvereins. Die 16-Jährige fährt aber auch gern Moped.

Eichstedt/Hindenburg/Arneburg-Goldbeck – Mit Lisa Ratajski verfügt die Verwaltung der Verbandsgemeinde seit wenigen Tagen über mehr Zielgenauigkeit – und eine frische Portion, ins Schwarze zu treffen.

Die 16-Jährige habe sich mit dem Start ihrer dreijährigen Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten/Kommunalverwaltung jedenfalls einen „großen Wunsch“ erfüllt, beteuert sie.

Die ersten Tage im Verwaltungsamt, An der Zuckerfabrik, in Goldbeck seien für die Hindenburgerin insgesamt „sehr interessant“ gewesen, schildert die Ostaltmärkerin der AZ am Rande eines Familienfests der Schützengilde Eichstedt.

Im Ort an der Uchte steht die junge Ostaltmärkerin an dem Nachmittag besonders im Visier. Auf ihrem dunkelgrünen Vereinsshirt trägt die 16-Jährige lächelnd mit einer Silberkette die schmückende Symboltrophäe, wofür sich die junge Sportschützin im Juni in Stendal im Kampf mit Kimme und Korn, Motorik und Atemtechnik treffend ins Zeug gelegt hat. Die Krönung zur Kreisjugendschützenkönigin 2019 ist ihr Lohn.

„Das hast du verdient“, lobt Lisas Vereinschef Karlheinz Schwerin zackig und lautstark beim Festappell auf dem Rasen vor dem Eichstedter Schützenhaus.

„Ja!“, antwortet ihm da stolz nickend die erfolgreiche Schützlingsschützin – und tritt mit durchgedrücktem Rücken unter Beifall nach vorn. „Du hast Eichstedt wieder groß gehalten“, lobt der Gildechef, während Ausbilderin Regina Schwerin eine Sonnenblume reicht und Vereinsakteurin Isolde Teuber Pokal und Urkunde übergibt. Auch der beim Landesschützenverband als Vizepräsident für Tradition und Brauchtum zuständige Seehäuser Eckart Schlaaf schüttelt die Hand der jungen Majestät.

Die rund acht Kilometer zu ihrer Ausbildungsstelle von Hindenburg nach Goldbeck fährt Lisa Ratajski derzeit mit einem Moped S 51. Ihr traditionsreiches Hobby betreibe sie erst seit etwa vier Jahren. Dass es die junge Dame ausgerechnet in einem Schützenverein zu majestätischen Ehren gebracht hat, sei schlichtweg familiär bedingt, wie die Anwesenheit von Eltern, Schwester und Großeltern beim Fest in Eichstedt demonstriert hat.

VON ANTJE MAHRHOLD

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