Arneburg will Nachbarn Tangermünde und Werben für Investition gewinnen

Kosten für Rad-Zählstation aufteilen

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Mehr als 25.000 Gäste auf dem Elberadweg zählt der Landkreis jährlich. Das zuletzt stark marode Stück zwischen Billberge und Arneburg misst 4,3 Kilometer. Es ist im Juli 2017 nach Sanierung wiedereröffnet worden.

Arneburg – Als „Grüne Radlerstadt am Strom“ will Arneburg die Kosten für die am Elberadweg geplante Fahradfahrer-Zählstelle mit zwei Nachbarn teilen. Diesen Vorschlag hat Stadtratsmitglied Carsten Sommer (BI Arneburg) gemacht.

Der Elbestädter möchte, dass mit Verantwortlichen der Kaiserstadt Tangermünde und der Hansestadt Werben über eine Beteiligung an den Lizenzgebühren gesprochen werde. Dabei handele es sich um eine Summe von insgesamt etwa 300 Euro im Jahr. Der Betrag werde von der Betreiberfirma erhoben, die die Zählstelle aufbauen soll. Weitere 100 Euro würden jährlich für den Betrieb der Batterie benötigt, die die Zählstation mit Strom versorgt.

Von der Zählstelle erhofft sich die Stadt Arneburg eine genaue Statistik darüber, wie viele Radfahrer auf dem Elberadweg unterwegs sind. Gästezahlen, die das Team des Arneburger Tourismusbüros erheben kann, spiegeln nur die Besuchermenge wider, die sich auf den Weg in die Einrichtung neben dem Rathaus in der Innenstadt gemacht hat. Drahteselfreunde, die an Arneburg vorbeiradeln, werden bislang nicht statistisch erfasst.

Zur Ermittlung des Radverkehrs soll eine Messschleife in den Beton des Elberadwegs eingebaut werden. Die Idee ist auch im jüngsten Bauausschuss besprochen worden. Eine Zählstelle werde zwar begrüßt, doch es gebe Kritik an den Kosten, wie Ausschussmitglied Jörg Heiden (BI Arneburg) im Stadtrat informiert hat.

Stationäre Fahrradzählsäulen gibt es unter anderem in Bremen, Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Lörrach, Offenburg und Stuttgart. Diese Bike-Counter geben meist mit Hilfe von in den Boden eingebauten Induktionsschleifen Auskunft über die Anzahl und das Fahrverhalten der Radfahrer.

Die Anlage in Arneburg soll von Tangermünde und Werben mitfinanziert werden, weil der Elberadweg von Tangermünde über Hämerten, Storkau und Billberge nach Arneburg führt und von dort ein Stück im Landesinneren über Groß Ellingen, Hohenberg-Krusemark und Schwarzholz dann wieder elbnah über Rosenhof, Büttnershof, Kannenberg und Berge nach Werben geleitet. Somit könnten beide Nachbar-Elbstädte vom Arneburger Fahrradfahrer-Datenmaterial profitieren.

Auch für den vor vier Wochen neugegründeten „Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverband“ wäre die Arneburger Radfahrer-Statistik von Vorteil. Dem neuen Verein ist die Stadt Arneburg beigetreten. Sie zahle dafür 810 Euro im Jahr, was einem Betrag von 53 Cent pro Einwohner entspreche. Dem neuen Gremium gehört auch die Nachbarstadt Tangermünde an, während sich die weltkleinste Hansestadt Werben gegen eine Mitgliedschaft entschieden hatte. Diesen Entschluss hatten bis auf Hohenberg-Krusemark auch alle anderen Orte der Verbandsgemeinde gefasst.

VON ANTJE MAHRHOLD

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